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    Montag, 1. April 2013, 09:48

    50 Jahre ZDF

    Heute vor 50 Jahren, ebenfalls an einem Montag, den 1. April 1963, ging das Zweite Deutsche Fernsehen auf Sendung. Sendebeginn unter der Woche war 18:40 Uhr, um 19:30 Uhr kam HEUTE mit den Nachrichten und um 20:00 Uhr begann das Abendprogramm. Die erste Fernsehserie des neuen Senders war "Die Karte mit dem Luchskopf" mit Kai Fischer als Privatdetektivin. Markenzeichen des ZDF wurden die aus dem Werbefernsehen bekannten Trickfiguren, die Mainzelmännchen: Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen.

    Die meisten Fernsehzuschauer zu dieser Zeit konnten das neue Programm jedoch noch nicht sehen, da ihre Fernsehgeräte den UHF-Bereich, auf dem das ZDF sendete, nicht empfangen konnten. Ältere Fernsehgeräte mussten mit einem UHF-Vorsatzkonverter erst einmal umgerüstet werden. Bei uns war dies gut 2 Jahre später, im Jahre 1965 der Fall. Ab diesem Zeitpunkt empfingen auch wir 2 Fernsehprogramme und konnten uns in den nächsten Jahren an Serien wie Flipper, den kleinen Strolchen, Dezernat M, der bezaubernden Jeannie, Percy Stuart, Daktari oder dem Kommissar erfreuen.

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    Montag, 15. April 2013, 17:32

    Mit dem Zweiten sah man bei uns nichts

    Der "Sehbeginn" für die Sendungen des ZDF begann bei uns am 18. November 1966. Das war der Geburtstag meiner Mutter, und zum Fest gab´s dann einen neuen SABA mit allen damals verfügbaren Programmen, natürlich immer noch in s/w.
    Bis dahin musste ich an Samstagen immer zu meinem Schulfreund Peter Rosinski pilgern, um meine Lieblingsserie FLIPPER sehen zu können. Das Lied des deutschen Eingangstrailers kann ich heute noch auswendig: " Wir lieben Flipper, gleich wird er koommen, jeder kennt iihn, den klugen Delphiin..." usf.
    Viele bis zum Herbst ´66 gelaufene, gute Serien des ZDF sind mir daher völlig unbekannt.

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    Montag, 27. Mai 2013, 19:21

    Wenn man bedenkt, seinerzeit Gerhard Löwenthals Magazin und heute die 'Heute-Show' ... so ändern sich die Zeiten.

    :S

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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:32

    Fernsehen hatten wir erst 1972, meine Eltern hielten nicht viel vom Fernsehen. Sie sagten, das Familienleben leide drunter. Daher wurde mehr Zeitung gelesen. Das ZDF fand ich besser als das ARD, da gabs eher mal Sachen, die mich interessierten.

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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:45

    Was das Fernsehen in den Familien verändert hat

    Da hattest Du kluge Eltern. Nicht wenige Soziologen behaupten heute, das die Einführung des Fernsehens das "kommunikative Beisammensein der Familie" im Lauf der Jahrzehnte nachhaltig zerstört habe.
    Ich fürchte, daß diese Leute zumindest teilweise recht haben. Und zwar bei Familien, die den Fernsehkonsum mengenmäßig nicht mehr in den Griff bekamen.
    Auch die Geselligkeit unter Freunden und Bekannten hat m.E. durch die Glotze seit den 60ern nachhaltig gelitten. Die gegenseitige Besuchskultur, die ich als Kind noch kannte, gab es kaum zehn Jahre später in dieser Form kaum noch.

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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 18:00

    Kommunikatives Beisammensein mit der Familie hatte ich mehr als genug ...

    :D

    Und ziehe heute einen Fernsehabend [oder ein Buch] jeder Geselligkeit vor ... (so etwas wird individuell verschieden sein, schon klar.)

    7

    Donnerstag, 20. Juni 2013, 20:12

    RE: Was das Fernsehen in den Familien verändert hat

    Nicht wenige Soziologen behaupten heute, das die Einführung des Fernsehens das "kommunikative Beisammensein der Familie" im Lauf der Jahrzehnte nachhaltig zerstört habe.


    Entscheidend ist hier wohl der Zusatz "im Lauf der Jahrzehnte", als der Zweit- und Drittfernseher Einzug hielt und jeder sein eigenes Programm ansah.

    Zu der Zeit der "Einführung des Fernsehens" war auch schon mal das Gegenteil der Fall. Wie im Artikel "Fernsehalltag" geschildert, bekamen Leute mit einem Fernseher auf einmal viel Besuch von den Nachbarn. Auch waren Fernsehsendungen ein häufiger Gesprächsstoff (es hatten ja alle das Gleiche gesehen) und ich kann mich an gemütliche Fernsehabende erinnern, an denen die ganze Familie vereint vor dem Weihnachtsvierteiler, einem Krimi oder einer Unterhaltungsshow saß.

    Kommt heute bei der elektronischen Unterhaltungsvielfalt eher selten vor.

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    Freitag, 21. Juni 2013, 15:27

    1969 konnte meine Schwester mit meinen Eltern die erste Mondlandung bei Nachbarn ansehen. Ich war leider zu klein dafür.

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    Freitag, 21. Juni 2013, 17:56

    Verschollene Freunde um 1969

    Die Familie meiner Busenfreunde "Hucky und Sigi" bekam erst recht spät ihren ersten eigenen Fernseher, nämlich um 1969. Das Ding (immerhin mit 66er Bildschirmdiagonale) wurde bei ihnen in der Küche aufgebaut. Ich kann mich noch erinnern, daß ich daraufhin wochenlang die beiden nicht mehr zu Gesicht bekam. Die schauten, bedingt durch die Faszination des neuen Mediums, einfach ALLES !
    Gottseidank gab sich das dann nach ca. zwei bis drei Monaten. Die positive Konsequenz war, das wir alle drei "Daktari" nachspielen konnten. "Hucky" war dann mit schöner Regelmäßigkeit Judy, hangelte in den Obstbäumen herum und gab sehr authentische Laute von sich. :P

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    Freitag, 21. Juni 2013, 18:06

    Zank und Streit um´s Programm

    So ganz harmonisch war unser trautes Familienleben vor dem TV nicht immer. Die großen Unterhaltungsshows wie EWG, Vergißmeinnicht, Der goldene Schuß usw. schauten wir natürlich alle gemeinsam.
    Wie bereits erwähnt, gab es "richtigen" Krach im Jahre des Herrn 1966, als ich die Erstausstrahlung von "Raumpatrouille" sehen wollte. Die Kurzserie wurde damals in den TV- Zeitschriften intensiv besprochen, und entsprechend groß war meine Erwartungshaltung. Leider muß es damals im ZDF ein "Kontrastprogramm" gegeben haben, das meine Eltern unbedingt sehen wollten. Das Ende vom Lied war ein handfester Streit, bei dem sich natürlich meine Eltern durchsetzten und bei mir, einem Pimpf von 9 Jahren, die Tränen flossen. ;(
    Erst in den 70ern bekam ich den alten Schwarzweißfenseher zur alleinigen Nutzung in mein Zimmer und konnte dann "autonom" entscheiden.

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    Samstag, 22. Juni 2013, 16:04

    Bei uns stand nie zur Diskussion, wessen Programm bevorzugt wird, meine Eltern bestimmten zu 100% das Programm. Dazu gehörten auch die Freitagskrimis wie Tatort und Derrik, Tagesschau und politischen Kram, während die besten Filme im anderen Sender liefen.

    Wir Kinder durften vielleicht einmal die Woche eine Sendung sehen, meist der rosarote Panther, Väter der Klamotte u.s.w.

    Der Fernseher stand im Schlafzimmer meiner Eltern, ihnen war das peinlich, den im Wohnzimmer stehen zu haben. Da der Raum für uns ohne zu fragen eh tabu war, stellte sich die Frage nie. Waren wir allein, wurde der Raum abgesperrt. So einfach war das!!