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    21

    Freitag, 11. Oktober 2013, 16:42

    Re: Raumpatrouille

    Es war aber auch die erste und für lange Zeit (bis zu Raumschiff Enterprise in den 70ern) die letzte SF-Serie im deutschen Fernsehen. Selbstverständlich habe ich auch 1968 die Wiederholungen gesehen.

    Leider, Leider Franko ich hätte zu der Zeit gerne mehr davon gesehen. Denn die Komödie aber mit SF Elementen "Immer wenn er Pillen nahm", Invasion von der Wega "Nummer 6", "Timetunnel", "The outer Limits", "UFO", "Alpha Alpha", "Flash Gordon", "Mondbasis Alpha","Dr. Who", "Kampfstern Galaktica","Unglaubliche Geschichten", Zurück in die Vergangenheit, "Der Unsichtbare", "Der 6 Millionen Dollar Mann" , "Die 7 Millionen Dollar Frau","V - Die Außerirdischen kommen","ALF", "Airwolf", "Die Besucher","Star Trek ",Star Trek TNG" "Kight Rider", "Stingray" um nur einige zu nennen bis zu den 90ern waren alle "SEHENSWERT".. Zum Schluß "träume" ich von einer Blu-ray Veröffentlichung. :rolleyes:

    Gruss skaterkarlo... 8)

    22

    Freitag, 8. Januar 2016, 16:06

    Fernsehalltag..... hmmm, mal ehrlich, ich erinnere mich nicht mehr genau, wann wir einen Fernseher bekamen. Und als wir ihn hatten, fanden meine Eltern es nicht gut, dass Kinder fernsehen. Wir haben wirklich alles in uns reingesaugt, was es zu sehen gab. Sogar die Tagesschau, besser gesagt, ein winziges Stückchen davon, bevor wir entdeckt wurden, habe ich gesehen.
    Mich hat Klaus Havenstein geprägt. Ich mochte seine ruhige Stimme.
    Und dann am Wochenende die Bettelei : "Oh, bitte, lasst uns doch zu Tante Betty fahren. Bei Tante Betty ist es ja soooo schön!" Nöö, bei Tante Betty war es überhaupt nicht schön, aber da lief am frühen Abend der Fernseher, während man sich unterhielt. :D
    Und dann kam irgendwann die Ansage meiner Eltern, dass unsere Verwandten in Farbe gucken würden. WAS für eine Sensation! Äh, joooo, voll die Farbe: Sie hatten irgend so ein Kunststoffding vor dem Bildschirm. In meiner Erinnerung war es blau,grün, rot.
    Pseudo-Farbfernseher.
    Egal, trotzdem toll !
    Ansonsten kann ich mich an besondere Fernsehzeiten erinnern und das war am Heiligen Abend. Da durften wir, bevor der Weihnachtsmann kam, tatsächlich mal ungestört gucken. Wir warten aufs Christkind.... und auch der Film mit dem Maikäfer...
    Hach, schöön !
    Später dann kämpften meine Schwester und ich darum, Beatclub sehen zu dürfen. Meine Schwester hielt den Finger am Tonbandgerät (oder war es schon ein Kassettenrecorder?) immer einsatzbereit.
    Nicht selten platzte mein Vater rein und vermasselte die wertvolle Aufnahme mit seinem Ruf: " WAs ist denn das für eine Negermusik !" ;(
    Wir hatten nur das erste Programm. Um mal eine Sendung im Zweiten sehen zu können, bin ich hoch zur Nachbarin geflitzt. Klammheimlich, versteht sich. :thumbsup:

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    Dienstag, 29. Januar 2019, 09:20

    Meine ersten Fernseherinnerungen

    Meine Eltern und ich wohnten damals in Friedrichshafen am Bodensee. Da mein Vater oft Nacht- und Wochenenddienst im Krankenhaus hatte, mietete er im Herbst 1962 fuer meine Mutter einen Fernseher, damit sie sich nicht so einsam fuehlte (wann wir uns einen eigenen Fernseher kauften, weiss ich nicht mehr). Ich war damals 7 Jahre alt.
    Die erste Fernsehserie, an die ich mich erinnere, waren "Die Hoehlenkinder" von Peter Podehl, die bis heute nichts von ihrer Faszination fuer mich eingebuesst hat. Als 1980 die "Hoehlenkinder" zum 1. Mal nach 18Jahren ENDLICH wiederholt wurden, bearbeitete ich meinen ersten Ex-Ehemann, dass wir uns als Doppelverdiener ohne Kinder einen Videorekorder zulegen - wir waren die ersten in unserem Freundeskreis.

    Ich nahm jede "Hoehlenkinder" Folge auf, aber als dann Video 2000 leider ganz eingestellt wurde, und VHS das System blieb, das sich durchsetzte, und ich alle Video 2000 Baender auf VHS umkopierte, waren 3 der 10 Folgen von "Die Hoehlenkinder" nur noch als "Hoerspiel" zu geniessen, weil das Bild ununterbrochen lief.
    Weitere 18 Jahre spaeter liefen die "Hoehlenkinder" dann 1998 ein 3. Mal auf dem KiKa, aber da muss ich im Urlaub gewesen sein, und habe wohl die Ankuendigung verpasst.
    Ich war selig, als die Serie schliesslich auf DVD erschien, und schaue sie mir einmal im Jahr begeistert an.
    Mit Peter Podehl hatte ich vor seinem Tod schriftlich Kontakt aufgenommen, um herauszufinden, wo er das damals gedreht hat: im Karwendelgebirge.
    Zwei Filme liefen etwa zur selben Zeit 1962/1963, an die ich mich noch gut erinnere: "Ein Mann namens Peter" mit Richard Todd und der Frederic March Film ueber Christoph Columbus.
    Im Regionalprogramm erwischte ich noch die letzten Episoden von "Sea Hunt", das mir heute noch ausnehmend gut gefaellt. Samstags lief "Rin Tin Tin" mit Rusty, das aber bald eingestellt wurde, dann kamen andere Westernserien wie "Bronco", "Der Texaner" etc. Ich erinnere mich auch an "Sergeant Preston". Wann immer mein Vater die Erkennungsmelodie von "Sgt. Preston" hoerte, sagte er mir, das sei die Ouvertuere der Oper/Operette "Donna Diana".
    Fernsehverbot war die empfindlichste Strafe, Taschengeldentzug war hart (dann gab es keine BRAVO und keinen Kinobesuch), und Stubenarrest kuemmerte mich herzlich wenig, da konnte ich wenigstens ungestoert die Fuenf Freunde Baende von Enid Blyton lesen.
    Zuerst versuchten meine Eltern das Fernsehverbot mit einem abschliessbaren Fernseher durchzusetzen. Am Einschaltknopf war ein Teil vorne dran, das man abziehen konnte, und dann liess sich der Fernseher nicht mehr anstellen. Aber ich hatte schnell herausgefunden, dass man einen Pappstreifen verwenden konnte, um den fehlenden Vorderteil des Einschaltknopfes zu ersetzen.
    Nun wunderten sich meine Eltern, warum der abschliessbare Fernseher denn trotzdem hinten warm wurde? Ihr erster Gang, wenn sie zurueck nach Hause kamen, fuehrte sie immer zum Fernseher, sie checkten, ob das Geraet kalt oder erhitzt war.
    Der naechste Schritt war, von nun an das Wohnzimmer abzuschliessen, damit ich nicht mehr laenger fernsehen konnte, wenn sie weg waren (mein Vater hatte des oefteren Dienst als Theaterarzt und konnte dann eine Person umsonst mit ins Theater bringen, das war in der Regel meine Mutter, manchmal ich).
    Die Kueche schlossen sie nicht ab, damit das "arme Kind" in ihrer Abwesenheit nicht verhungert, und ausserdem stand in der Kueche die Wasserschuessel unseres Dackels.
    Von der Kueche fuehrte praktischerweise eine Durchreiche in die Essecke im Wohnzimmer. Von nun an kletterte ich also durch die kleine Durchreiche ins Wohnzimmer, schob den Pappstreifen in den Einschaltknopf, praegte mir die Uhrzeit ein, wann ich aufhoeren musste, fernzusehen, damit das Geraet noch abkuehlen konnte, ehe meine Eltern nach Hause kommen, und genoss ungestoertes Fernsehen. :)

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    Dienstag, 29. Januar 2019, 16:38

    Erstzulassung TV und Fernsehverbot

    Hallo Chrissie,
    schöne Erinnerungen, die Dir noch im Gedächtnis verblieben sind !
    Die "amtliche" Zulassung unsere ersten Fernsehers datiert von 1959. Damit gehörten meine Eltern zur ersten "großen Welle" derjenigen, die sich ein Gerät zugelegt haben. Der Zulassungsbeleg der Post hat sich erstaunlicherweise über die Jahrzehnte erhalten, sonst hätte ich es nicht gewußt; immerhin war ich damals erst geschlagene zwei Jahre alt. Auch ein Foto unseres "Statussymbols" aus dieser Zeit hat sich erhalten. Allerdings besaßen meine Eltern neben dem TV nur ein Röhrenradio mit magischem Auge. Auf eine Musiktruhe mit integriertem Plattenspieler haben sie, vermutlich aus Kostengründen, damals verzichtet.
    Mit unserem ersten Fernseher konnten wir nur das Programm der ARD empfangen, so daß ich bis zum 18. November 1966 (dem Geburtstag meiner Mutter) auf die Sendungen des ZDF verzichten mußte. Erst an diesem Tag gab´s zu meiner großen Freude einen neuen SABA mit 67er Bildschirmdiagonale, der mich noch bis in meine Studentenzeit Mitte der 80er Jahre begleitet hat.
    Fernsehverbote als "erzieherische Maßnahme" gab´s in meinem Fall, soweit mir erinnerlich, eigentlich nie. Mein Vater war ab 1965, bedingt durch seine berufliche Selbständigkeit, stark eingespannt und ich bekam ihn meist nur an Wochenenden zu sehen. Meine Mutter nörgelte zwar, wenn ich gelegentlich bereits am Nachmittag aus gegebenen Anlässen die "Glotze" einschaltete, unternahm aber weiter nichts dagegen. Ihr ging´s wohl im wesentlichen darum, daß das Gerät nicht übermäßig strapaziert wurde, denn im Vergleich zum Einkommen waren Fernseher damals deutlich teurer als heute, und auch Reparaturen kosteten Geld. Erinnern kann ich mich noch daran, daß wir defekte Röhren ab und an auch selbst wechselten.

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    Donnerstag, 7. Februar 2019, 16:15

    RE: Erstzulassung TV und Fernsehverbot

    Einen eigenen s/w Fernseher kaufte ich mir erst 1978, auf Raten (ich war noch in der Ausbildung). Vorher musste ich mich immer nach den anderen richten. Zum Glueck sah mein Vater keine "Sportschau" an, sonst haette ich noch mehr verpasst.
    Dafuer verpasste ich beinah jeden Sonntag die ersten 15 bis 20 Minuten von "Bonanza", weil wir meine Oma in Bad Harzburg besuchten, und jedesmal zu spaet anfingen, Kaffee zu trinken, obwohl ich rechtzeitig genug daran erinnerte, aber was Jugendliche dachten und wollten, scherte damals keinen Erwachsenen.
    Um 20 Uhr war grundsaetzlich Schluss mit was auch immer ich mir im ZDF ansah, denn dann musste die Tagesschau zu ihrem Recht kommen. Vielleicht war die Tagesschau daran schuld, dass ich mich viele Jahre lang ueberhaupt nicht fuer Politik interessiert habe?
    Unser erster Farbfernseher im Elternhaus war winzig und rot. Da ich kurzsichtig bin, und mein Vater als Arzt stets darauf beharrte, dass ich einen gewissen Sicherheitsabstand zum Fernseher einhielt, konnte ich von da an kaum noch etwas erkennen. ;( Deshalb war mir die Groesse des Monitors 1978 wichtiger als Farbe, und endlich konnte ich wieder etwas erkennen.
    Wie Du Dir vorstellen kannst, bin ich begeistert von den big screen TV's, auch wenn die laengst nicht mehr so lange halten wie die alten Roehren Fernseher.
    Ich bin seit 12 Jahren mit meinem dritten Mann zusammen, und wir haben inzwischen den 3. big screen TV. Die Garantie haelt nur fuer ein Jahr, die Dinger gehen nach 5 oder 6 Jahren kaputt, keiner laesst heutzutage Fernseher oder Computer reparieren (zumindest hier in den USA nicht), also wird immer was Neues gekauft. ?(

    Meine Eltern waren extrem streng, erzieherische Massnahmen gab es bis zu meinem 19. Lebensjahr Monat fuer Monat - ich war sowas von erleichtert, als das Volljaehrigkeitsalter von 21 auf 18 herabgesetzt wurde, das war meine Rettung.
    Nochmal Kind sein mit denselben Eltern? Danke, aber nein danke.
    An das Auswechseln der Roehren erinnere ich mich nicht, aber an das staendige Nachkorrigieren der Tischantennen. Es war schoen, als die endlich wegfielen! :thumbsup:
    Hallo Chrissie,
    schöne Erinnerungen, die Dir noch im Gedächtnis verblieben sind !
    Die "amtliche" Zulassung unsere ersten Fernsehers datiert von 1959. Damit gehörten meine Eltern zur ersten "großen Welle" derjenigen, die sich ein Gerät zugelegt haben. Der Zulassungsbeleg der Post hat sich erstaunlicherweise über die Jahrzehnte erhalten, sonst hätte ich es nicht gewußt; immerhin war ich damals erst geschlagene zwei Jahre alt. Auch ein Foto unseres "Statussymbols" aus dieser Zeit hat sich erhalten. Allerdings besaßen meine Eltern neben dem TV nur ein Röhrenradio mit magischem Auge. Auf eine Musiktruhe mit integriertem Plattenspieler haben sie, vermutlich aus Kostengründen, damals verzichtet.
    Mit unserem ersten Fernseher konnten wir nur das Programm der ARD empfangen, so daß ich bis zum 18. November 1966 (dem Geburtstag meiner Mutter) auf die Sendungen des ZDF verzichten mußte. Erst an diesem Tag gab´s zu meiner großen Freude einen neuen SABA mit 67er Bildschirmdiagonale, der mich noch bis in meine Studentenzeit Mitte der 80er Jahre begleitet hat.
    Fernsehverbote als "erzieherische Maßnahme" gab´s in meinem Fall, soweit mir erinnerlich, eigentlich nie. Mein Vater war ab 1965, bedingt durch seine berufliche Selbständigkeit, stark eingespannt und ich bekam ihn meist nur an Wochenenden zu sehen. Meine Mutter nörgelte zwar, wenn ich gelegentlich bereits am Nachmittag aus gegebenen Anlässen die "Glotze" einschaltete, unternahm aber weiter nichts dagegen. Ihr ging´s wohl im wesentlichen darum, daß das Gerät nicht übermäßig strapaziert wurde, denn im Vergleich zum Einkommen waren Fernseher damals deutlich teurer als heute, und auch Reparaturen kosteten Geld. Erinnern kann ich mich noch daran, daß wir defekte Röhren ab und an auch selbst wechselten.

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    Donnerstag, 7. Februar 2019, 17:05

    Ausflüge zu den Großeltern, Konflikte mit den Eltern und mein Fernseher

    Hallo Chrissie,
    zu meinen Großeltern väterlicherseits nach Ennepetal fuhren wir nicht allzu häufig. Meist waren´s die hohen Feiertage (Weihnachten, Ostern, Pfingsten), an denen wir dort vorstellig wurden und auch übernachtet haben. Erinnern kann ich mich noch an ein eiskaltes, unbeheiztes Schlafzimmer und die zum Ausgleich sehr voluminösen Federbetten, die das Ganze dann wieder heimelig werden ließen. Nach dem Festessen wurden ausgiebige Spaziergänge in die waldreiche Umgebung unternommen.
    Einen Fernseher hatten meine Großeltern in den 60er Jahren nicht, der wurde ihnen erst Anfang der 70er von ihren Söhnen spendiert. Genutzt haben sie ihn aber kaum. Immerhin kannte mein Großvater "die Sendung mit den großen Hüten" (gemeint war Bonanza).
    Konflikte mit meinen Eltern wegen des Programms hatte ich als Kind nur sehr, sehr selten. Erinnern kann ich mich an einen einzigen großen "Eklat", als ich 1966 unbedingt die Erstausstrahlung der "Raumpatrouille" sehen wollte und meine Eltern von dem "Quatsch" nichts wissen wollten. Vorangegangen war eine massive Werbung für diese Miniserie in den großen Programmzeitschriften wie der HörZu.
    Bis Mitte der 80er Jahre benutzte ich immer noch unser altes SABA s/w 67er- Gerät von 1966, dem aber allmählich die Luft ausging. 1987 kaufte ich mir dann gebraucht meinen ersten 37er Samsung- Farbfernseher. Zu dieser Zeit war Farbfernsehen für mich tatsächlich noch neu und ungewöhnlich.
    Seit September 2018 sind unsere TV- Geräte außer Dienst gestellt, da der Kabelanbieter auf digitale Einspeisung der Programme umgestellt hat und unsere Geräte noch auschließlich analoge Tuner haben. Alternativ hätten wir digitale Decoder vorschalten oder Neugeräte erwerben können. Nach einiger Überlegung haben wir auf beide Optionen verzichtet und schauen uns Programme über die Mediatheken auf unseren Rechnern an. Die Bildqualität ist besser, und 90 % der von uns gewünschten Angebote können wir auch so empfangen. Gleichzeitig entfällt die Gebühr für den Kabelempfang. Ob wir die jetzige Konfiguration so belassen, wird die Zukunft zeigen.

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    Donnerstag, 7. Februar 2019, 17:17

    RE: RE: Erstzulassung TV und Fernsehverbot

    So etwas wie Fernsehverbot hatte ich nie. Wann genau das erste TV-Gerät angeschafft wurde, weiß ich nicht. Das muss so um 1960 gewesen sein, denn ich war grade eben eingeschult. Sicher hat mein Vater das Gerät per Ratenzahlung abgestottert, aber haben musste er so ein Teil, sehr zu meiner Freude und natürlich auch zur Freude meiner Schwester. Probleme gab es nur immer wieder mal wenn es um Sendezeiten jenseits 20 Uhr gab. Immerhin durften wir ab 1965 Samstags den Maigret gucken, der nach 20 Uhr kam (ich war grade mal 10 Jahre alt).

    @ Chrissie

    Also das mit den Kosten für ein TV-Gerät muss man, denke ich, so sehen: wie lange musste ein Arbeiter/Angestellter (z.B. mein Vater) damals für ein TV-Gerät arbeiten? Da hat ein Monatslohn nicht gereicht.
    Heute kann man für deutlich weniger (Geld/Aufwand) eine weitaus bessere Qualität bekommen. Nach meiner Erfahrung halten die Geräte tatsächlich "nur" so um die 5 bis 7 Jahre. Allerdings hat sich in dieser Zeit die Qualität wiederum so verbessert, dass ich dann ganz gerne auf ein neues Gerät umsteige. Reparieren kann man diese Technik nur bedingt, je nach dem was ausgefallen ist, lohnt sich eine Reparatur meist nicht.

    Und seien wir doch mal ehrlich, diese Flachbildschirme sind doch für uns "Ältere" ein Segen. Die Bildschirmdiagonale der heutigen Geräte ließe sich mit der alten Technik (je größer die Diagonale, desto "tiefer" der TV) realisieren. Ich vermute, bei meinem 55" Bildschirm wäre das Gerät 2 m tief :D

    Früher musste man die schönste Unterhaltung in miesester Qualität anschauen, heute ist man in der Lage, in bester HD-Auflösung den größten Mist zu sehen (ok, manb muss es nicht, und ich tu es nicht :thumbsup: )

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    Samstag, 9. Februar 2019, 11:57

    Auf der Flucht

    Ein anderes Fernsehthema # 1 war in meiner Kindheit die aeusserst spannende US TV Serie "Auf der Flucht" (1963 - 1967, 120 Folgen, fuer viele Jahre liefen aber leider nur 26 Folgen in der ARD) ueber den unschuldig verurteilten Dr. Richard Kimble, dargestellt von David Janssen, der 1980 mit 49 Jahren viel zu jung verstorben ist.
    Mein Vater hatte 1962 wie gesagt den Fernseher urspruenglich nur fuer meine Mutter gemietet bzw ein oder zwei Jahre spaeter gekauft. Er selbst machte sich nichts aus Fernsehen und schimpfte oft, dass das Fernsehen das Familienleben zerstoeren wuerde (in meinen Augen war das totaler Quatsch, denn man kann ja als Familie nicht nur "Mensch aergere dich nicht" spielen oder lange Harzwanderungen unternehmen - seine Vorstellungen von sinnvoller Freizeitgestaltung), aber immerhin, einmal im Monat am Freitag um 21 Uhr setzte er sich mit meiner Mutter vor die Glotze und verfolgte die Abenteuer des Dr. Kimble. Ich erinnere mich, dass unsere Nachbarn und Verwandten oft ueber Kimble redeten und dass er die Goldene Kamera in der HOER ZU bekam. Allerdings wurde sie ihm in Hollywood ueberreicht, er musst nicht zur Preisverleihung nach Germany kommen.
    "Raumpatrouille - die Abenteuer des Raumschiffs Orion" war eines der Highlights meiner Fernsehzeit. Da die Erstaustrahlung Samstag abends ab 20:15 Uhr lief, durfte ich sie schon sehen. Faszinierend war neben den Frogs der Unterwasserstart der Orion. Die Sendung war natürlich jedesmal das Gesprächsthema Nr. 1 unter uns Jungs. Die recht simple Ausstattung mit Bügeleisen und Wasserhähnen sowie die billigen Zeichentrickelemente (vor allem bei den Frog-Raumschiffen) fielen mir erst als Erwachsener auf. Damals war das pures Hightech. Es war aber auch die erste und für lange Zeit (bis zu Raumschiff Enterprise in den 70ern) die letzte SF-Serie im deutschen Fernsehen. Selbstverständlich habe ich auch 1968 die Wiederholungen gesehen.

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    Samstag, 9. Februar 2019, 12:13

    RE: RE: RE: Erstzulassung TV und Fernsehverbot

    Hi Armin,
    Du Gluecklicher, da musst Du aber sehr liberale Eltern gehabt haben, dass Du ganz ohne Fernsehverbot aufwachsen durftest.
    Ja, die big screen TV's sind mir aeusserst sympathisch!
    Ich bin kurzsichtig und je groesser der Bildschirm, umso mehr visueller Genuss fuer mich.
    Das gilt auch fuer alle Computer, laptops, tablets und smart phones. Fuer mich bitte nur das Groesste, damit ich ueberhaupt noch was erkennen kann. 8)

    Dass Menschen auf diesen winzigen smart phones noch Solitair spielen koennen wie mein Mann, ist mir ein staendiges Raetsel.
    Oder wie sie messages tippen, ohne das bereits Getippte dabei staendig zu loeschen, ebenfalls.
    Vermutlich werden kuenftige Generationen mit kleineren Fingern geboren werden, um diese winzigen Tastaturen besser verwenden zu koennen (ich kann es jedenfalls nicht und ziehe meinen PC mit grossem Bildschirm vor).
    "Maigret" durfte ich mir erst spaeter ansehen, als er samstagnachmittag wiederholt wurde (mit Rupert Davies, wenn ich mich recht erinnere).
    Ab 1966/1967 durfte ich als einzige Sendung nach 20 UIhr mit meinen Eltern "XY Aktenzeichen" anschauen, damit ich verstehe, wie gefaehrlich das Leben ist.
    Seit ca. 1980 gestalte ich mir ueberwiegend mein eigenes Fernseh-Wunschprogramm und schaute mir (solange ich noch berufstaetig war also ab 18 Uhr) das auf VHS oder DVD an, was mich reizt, nicht das, was uns von Programmverantwortlichen angeboten wird und eh fast nie meinen Geschmack getroffen hat...mich begeistern seit eh und je alte US Filme aus den 40er und 50er Jahren, die ja in der Regel erst nach 22 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt wurden).

    Inzwischen haben wir seit 2001 eine aeusserst umfangreiche DVD Kollektion gesammelt, und sind unabhaengig von den 400+ US Fernsehsendern, auf denen kaum je etwas Interessantes laeuft.
    Selbst wenn ich an Thanksgiving oder an John F. Kennedy's Todestag den History Channel oder National Geographic Channel checke, vergessen sie ganz offensichtlich, etwas zum Thema Kennedys oder Thanksgiving auszustrahlen, was mich ehrlich gesagt am Sinn und Zweck dieser Sender zweifeln laesst.
    So etwas wie Fernsehverbot hatte ich nie. Wann genau das erste TV-Gerät angeschafft wurde, weiß ich nicht. Das muss so um 1960 gewesen sein, denn ich war grade eben eingeschult. Sicher hat mein Vater das Gerät per Ratenzahlung abgestottert, aber haben musste er so ein Teil, sehr zu meiner Freude und natürlich auch zur Freude meiner Schwester. Probleme gab es nur immer wieder mal wenn es um Sendezeiten jenseits 20 Uhr gab. Immerhin durften wir ab 1965 Samstags den Maigret gucken, der nach 20 Uhr kam (ich war grade mal 10 Jahre alt).

    @ Chrissie

    Also das mit den Kosten für ein TV-Gerät muss man, denke ich, so sehen: wie lange musste ein Arbeiter/Angestellter (z.B. mein Vater) damals für ein TV-Gerät arbeiten? Da hat ein Monatslohn nicht gereicht.
    Heute kann man für deutlich weniger (Geld/Aufwand) eine weitaus bessere Qualität bekommen. Nach meiner Erfahrung halten die Geräte tatsächlich "nur" so um die 5 bis 7 Jahre. Allerdings hat sich in dieser Zeit die Qualität wiederum so verbessert, dass ich dann ganz gerne auf ein neues Gerät umsteige. Reparieren kann man diese Technik nur bedingt, je nach dem was ausgefallen ist, lohnt sich eine Reparatur meist nicht.

    Und seien wir doch mal ehrlich, diese Flachbildschirme sind doch für uns "Ältere" ein Segen. Die Bildschirmdiagonale der heutigen Geräte ließe sich mit der alten Technik (je größer die Diagonale, desto "tiefer" der TV) realisieren. Ich vermute, bei meinem 55" Bildschirm wäre das Gerät 2 m tief :D

    Früher musste man die schönste Unterhaltung in miesester Qualität anschauen, heute ist man in der Lage, in bester HD-Auflösung den größten Mist zu sehen (ok, manb muss es nicht, und ich tu es nicht :thumbsup: )

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    Montag, 11. Februar 2019, 12:21

    Auf der Flucht

    Inhaltlich kann ich mich gar nicht mehr an diese Serie erinnern, sehr wohl aber daran, dass viel darüber gesprochen wurde. Und ja, das durften wir auch sehen. Soooo viele US-Folgen gab es, und dann nur so wenige im deutschen TV? Das ist seltsam, denn das war doch ein großer Erfolg für den Sender! Nun ja, möglicherweise wollte man mehr "Qualitäts-TV", Kultur und Bildung, und weniger amerikanische Serien. Unser einstiger Postminister Schwarz-Schilling hatte ja in Deutschland die Privatsender ermöglicht, um mehr Qualität in die TV-Landschaft zu bringen.
    Es ist ihm, sehr sehr wohlwollen formuliert, nicht gelungen. Unter anderem sei da Frauentausch und Dschungelcamp erwähnt :wacko: ;( . Ich bin eigentlich eine Serienjunkie, und mir kommen Streaming-Dienste sehr entgegen. Was Serien angeht, sind deutsche Produktionen unfassbar schlecht gestrickt (Lindenstraße als ein Beispiel) und konnten mich noch nie begeistern.

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    Montag, 11. Februar 2019, 18:09

    RE: Auf der Flucht

    Soooo viele US-Folgen gab es, und dann nur so wenige im deutschen TV? Das ist seltsam, denn das war doch ein großer Erfolg für den Sender! Nun ja, möglicherweise wollte man mehr "Qualitäts-TV", Kultur und Bildung, und weniger amerikanische Serien.



    Das habe ich irgendwie anders in Erinnerung: Rin Tin Tin, Lassie, Fury, Flipper, Daktari, Bezaubernde Jeanie, Dezernat M, Gilligans Insel, Maxwell Smart, Hiram Holliday, Kobra, übernehmen sie, Solo für UNCLE, Familie Feuerstein, Hucky, Lieber Onkel Bill, Bonanza, Am Fuß der blauen Berge, Bronco, Westlich von Santa Fe, Yancy Derringer, Big Valley, ....

    Was mir damals schon aufgefallen ist, dass bei all diesen US-Serien kaum vollständige Familien auftraten. Mal fehlte der Vater, mal die Mutter. Dagegen ging es in den deutschen Familien immer recht bieder zu. Wahrscheinlich waren uns die Amis da schon etwas voraus.

    32

    Montag, 11. Februar 2019, 21:04

    Amiserien

    Die ersten amerikanischen Serien im deutschen Fernsehen waren "Rin Tin Tin" (1956) und "Corky und der Zirkus" (1957).
    In den 60ern wurden ARD und ZDF dann regelrecht mit amerikanischen Serien "geflutet", siehe den umfangreichen Thread zu den einzelnen TV- Serien hier in diesem Forum.
    Bei "Auf der Flucht" war für mich in den 60ern das Problem, daß die Reihe jeweils erst um 21.00 Uhr begann. Zu dieser Zeit war für mich aber meist schon Zapfenstreich, so daß ich, wenn überhaupt, nur wenige Episoden mitbekommen habe.
    Trotz der nur geringen Zahl ausgestrahlter Folgen ließ es sich die ARD nicht nehmen, auch die legendäre Schlußepisode auszustrahlen, die weltweit zum Straßenfeger wurde.
    "Auf der Flucht" beruhte übrigens auf der wahren Geschichte eines amerikanischen Mediziners, die sich um 1954 in den Staaten zugetragen haben soll.

    33

    Donnerstag, 14. Februar 2019, 15:38

    Richard Kimble

    @ Franko

    Die Aussage war auf diese Serie bezogen, in der wir in D nur 26 Folgen lang der Flucht beiwohnen durften, in den USA aber 120 Folgen liefen lt. Chrissie :)

    Zitat:

    Ein anderes Fernsehthema # 1 war in meiner Kindheit die aeusserst spannende US TV Serie "Auf der Flucht" (1963 - 1967, 120 Folgen, fuer viele Jahre liefen aber leider nur 26 Folgen in der ARD) ueber den unschuldig verurteilten Dr. Richard Kimble, dargestellt von David Janssen, der 1980 mit 49 Jahren viel zu jung verstorben ist.

    Zitat Ende

    Ansonsten gab es ja eigentlich fast nur amerikanische Serien im Kinderprogramm.

    34

    Donnerstag, 14. Februar 2019, 16:49

    Deutsche und europäische Formate für Kinder

    Na ja, es gab schon eine Reihe von Eigenproduktionen sowie einige europäische Importformate für Kinder und Jugendliche, wie sie auch unter dem Thread "Fernsehserien" fast alle besprochen wurden.
    Angefangen von der ersten "Reality- Show" mit Erika Saucke, der Augsburger Puppenkiste, Kasper und René, Hase Cäsar, über "Sport-Spiel-Spannung", "Die Höhlenkinder" bis zu "Die Kinder von Bullerbü", "Poly" u.v.m.
    "Poly" wäre übrigens noch eine Besprechung wert. Die französische Serie kam damals bei den Kids sehr gut an. Leider habe ich bei der Recherche vor einigen Jahren so gut wie nichts darüber gefunden.

    35

    Samstag, 16. Februar 2019, 03:11

    Mit Walter und Connie, wenn ich mich nicht irre.
    Und im DDR 1 Fernsehen lief Ende der 60er Jahre Russischunterricht mit Kolya, der war zum Anbeissen. :love:
    "Wir lernen Englisch" hieß die Sendung, wenn ich mich recht erinnern kann. Sie lief im Ersten, relativ früh am Samstag nachmittag vor der Kinderstunde.

    36

    Samstag, 16. Februar 2019, 03:14

    RE: Deutsche und europäische Formate für Kinder

    Ich habe in den letzten Jahren fast alle Staffeln von "Poly" auf franzoesischen DVD's ueber amazon.fr bestellt. Leider kam "Poly" ja nie auf DVD in Germany heraus. Ich frage mich, woran das liegt? :?:
    Na ja, es gab schon eine Reihe von Eigenproduktionen sowie einige europäische Importformate für Kinder und Jugendliche, wie sie auch unter dem Thread "Fernsehserien" fast alle besprochen wurden.
    Angefangen von der ersten "Reality- Show" mit Erika Saucke, der Augsburger Puppenkiste, Kasper und René, Hase Cäsar, über "Sport-Spiel-Spannung", "Die Höhlenkinder" bis zu "Die Kinder von Bullerbü", "Poly" u.v.m.
    "Poly" wäre übrigens noch eine Besprechung wert. Die französische Serie kam damals bei den Kids sehr gut an. Leider habe ich bei der Recherche vor einigen Jahren so gut wie nichts darüber gefunden.

    37

    Samstag, 16. Februar 2019, 03:23

    RE: Amiserien

    Ich hatte Glueck, wir lebten in einer alten Villa zur Miete, wo zwischen den einzelnen Raeumen hohe Holzschiebetueren waren.
    So konnte ich mich leise durch meine Schiebetueren ins Elternschlafzimmer schleichen, und dort durch die Schiebetueren genau auf den Fernseher im Wohnzimmer schauen, da sich die Schiebetueren nicht 100% schlossen.
    So bekam ich einmal im Monat am Freitag um 21 Uhr "Auf der Flucht" mit.
    Roy Huggins behauptete Zeit seines Lebens vehement, dass "Auf der Flucht" von dem franzoesischen Drama "Les Misérables" von Victor Hugo inspiriert worden sei. Aber es gibt auch viele, die behaupten, dass der Dr. Sam Sheppard Murder case die Inspirationsquelle fuer "Auf der Flucht" gewesen sei:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Sheppard
    Bei "Auf der Flucht" war für mich in den 60ern das Problem, daß die Reihe jeweils erst um 21.00 Uhr begann. Zu dieser Zeit war für mich aber meist schon Zapfenstreich, so daß ich, wenn überhaupt, nur wenige Episoden mitbekommen habe.
    Trotz der nur geringen Zahl ausgestrahlter Folgen ließ es sich die ARD nicht nehmen, auch die legendäre Schlußepisode auszustrahlen, die weltweit zum Straßenfeger wurde.
    "Auf der Flucht" beruhte übrigens auf der wahren Geschichte eines amerikanischen Mediziners, die sich um 1954 in den Staaten zugetragen haben soll.