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    Sonntag, 17. Februar 2019, 12:13

    Sanostol und Unfall

    An zwei Ereignisse aus meiner fruehen Kindheit erinnere ich mich noch gut.
    Ich gehoerte zu den gluecklichen Baby Boomern, die keinen Lebertran mehr einnehmen mussten, stattdessen bekam ich Sanostol.
    Wir lebten damals in Treuchtlingen im Altuehltal, das war in Franken.

    Mein Vater arbeitete als Arzt im Krankenhaus, das gegenueber von unserer Wohnung am Fusse des Schlossbergs lag (wir wohnten in einem Zweifamilienhaus, das heute noch dort steht).
    Auf der anderen Seite lag das Haus des Oberfoersters, heute ein Kulturzentrum. Oben auf dem Huegel war eine Burgruine, die in den 80er oder 90er Jahren wieder renoviert worden ist. Von dort liessen wir Kinder einmal im Jahr (ich vergass, was der Anlass war) Luftballons mit unseren Adressen fliegen, die es manchmal bis in die Tschechoslowakei schafften. Hin und wieder schrieb uns ein tschechisches Kind zurueck.

    Meine Eltern mussten in den Ort einkaufen gehen, und liessen mich im eingezaeunten Garten im Sandkasten zurueck. Offenbar gefiel mir das nicht, denn ich ging zurueck ins Haus und leerte mit vielen Schlucken die Sanostolflasche. Als meine Eltern nach einer Weile wiederkamen und die leere Flasche entdeckten, waren sie sehr besorgt, aber es hat mir offenbar nicht geschadet. :D
    Die andere Geschichte muss sich auch etwa zu der Zeit abgespielt haben.
    Ich war noch nicht 6 Jahre alt, ging also noch in den Kindergarten (ich wurde 1961 eingeschult und spaeter am Bodensee nochmal 1962 mit 7 Jahren). Ich konnte also weder buchstabieren, noch war ich mit Zahlen vertraut.
    Aber mein Vater hatte mir fuer Notfaelle (falls meine Mutter einkaufen gegangen ist und mir etwas passiert) seine Telefonnummer im Krankenhaus mit Hilfe von Maerchencharakteren an die Zahlen unseres schwarzen Bakelittelefons geklebt. Ich liebte Grimm's Maerchen und kannte jedes Maerchen recht gut. Das machte sich mein Vater zunutze, und klebte die Maerchencharaktere in der chronologischen Reihenfolge, in der sie im Maerchen auftreten, neben die Zahlen. Ich vermute, es war eine kurze Telefonnummer und keine Zahl kam doppelt vor.
    Eines Tages sass ich also allein im umzaeunten Garten und spielte. Da sah ich einen kleinen Jungen, der von der anderen Strassenseite (vom Krankenhaus her kommend) vor einem LKW die Strasse ueberqueren wollte, aber der LKW erfasste ihn.
    Ich rannte ins Haus, waehlte die Nummer meines Vaters in der chronologischen Reihenfolge der Maerchencharaktere und stiess mit wenigen Worten hervor, was passiert ist. Ein oder zwei Minuten spaeter sah ich meinen Vater aus dem Krankenhaus zum LKW rennen, er hob den kleinen Jungen auf, brachte ihn in den OP, operierte ihn und rettete ihm das Leben.
    Der kleine Junge lag lange Zeit im Krankenhaus. Ich durfte ihn hin und wieder besuchen.
    Seine Mutter schenkte mir einen grossen Teddybaer und bedankte sich bei mir, dass ich ihrem Sohn das Leben gerettet habe. Ich sagte zu ihr, dass mein Vater ihm das Leben gerettet hat.

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    Freitag, 30. Oktober 2020, 10:41

    Tolle Geschichte! Der Junge war also offensichtlich noch nicht an der Reihe, denn es hat da doch einige Zufälle gebraucht, um ihn schnell genug ins Krankenhaus zu schaffen.

    Mein Allheilmittel war übrigens "Rotbäckchen". Das gibt es noch heute in Apotheken. Ich lag mal mit einer sehr üblen Grippe einige Tage im Bett, ich muss 7 oder 8 gewesen sein. Mir ging es einfach mies, der Geschmackssinn war völlig daneben, alles schmeckte seltsam, allerdings hatte ich sowieso keinen Appetit. Da kam meine Mutter mit einer Flasche Rotbäckchen an, und siehe da: das schmeckte mir und es ging mir schlagartig besser. Am nächsten Tag wäre ich auch sofort wieder zum Bolzplatz gelaufen, hätte mich meine Mutter schon gelassen. Es kann natürlich sein, dass das Zufall war und mein Immunsystem den Erreger zu dem Zeitpunkt besiegt hatte. Für mich war das aber ab da der "Zaubersaft" :D

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    Freitag, 30. Oktober 2020, 17:13

    Armin, an Rotbaeckchen erinnere ich mich auch noch gut. Da gab es die Rekame im Fernsehen.
    Ich bin froh, dass mir Lebertran dank Sanostol erspart geblieben ist.
    Da es keinen Halloween thread in DWNZ gibt, hier ein niedlicher Youtube Clip:
    https://www.youtube.com/watch?v=fmr0_EYP…H_3jZLAcYFEpDlI
    Tolle Geschichte! Der Junge war also offensichtlich noch nicht an der Reihe, denn es hat da doch einige Zufälle gebraucht, um ihn schnell genug ins Krankenhaus zu schaffen.

    Mein Allheilmittel war übrigens "Rotbäckchen". Das gibt es noch heute in Apotheken. Ich lag mal mit einer sehr üblen Grippe einige Tage im Bett, ich muss 7 oder 8 gewesen sein. Mir ging es einfach mies, der Geschmackssinn war völlig daneben, alles schmeckte seltsam, allerdings hatte ich sowieso keinen Appetit. Da kam meine Mutter mit einer Flasche Rotbäckchen an, und siehe da: das schmeckte mir und es ging mir schlagartig besser. Am nächsten Tag wäre ich auch sofort wieder zum Bolzplatz gelaufen, hätte mich meine Mutter schon gelassen. Es kann natürlich sein, dass das Zufall war und mein Immunsystem den Erreger zu dem Zeitpunkt besiegt hatte. Für mich war das aber ab da der "Zaubersaft" :D

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    Sonntag, 1. November 2020, 10:39

    Corgi & Halloween

    Ach Herrjeh :) meine Tochter hat einen Welsh Corgi Pembroke, ein ganz lieber Kerl. Er ist sozusagen der große Bruder von meiner Enkeltochter (2 Jahre alt)

    In Deutschland gibt es kaum Halloween, was schade ist. Hier und da ist ein Haus geschmückt , was anzeigt: Kinder hier gibt es was zu holen.
    Nachtrag: im Moment fürchten sich dank Corona sowieso alle, die Kinder könnten den Virus bringen, sozusagen die Seuche verbreiten!

    Ich hatte mir immer gewünscht, mal an einer richtigen Halloween-Party teilzunehmen, so wie es in fast jeder amerikanischen Sitcom zu sehen ist. Leider kam es nie dazu.

    Als Kinder haben wir früher in dieser Zeit der Rübenernte sogenannte Dickwurz (Futterrüben, dicker als Zuckerrüben) von den Bauern geklaut, diese ausgehölt , ein Gesicht reingeschnitzt und eine Kerze reingestellt. Also gar nicht so unähnlich den Hallowee-Kürbissen, nur eben kleiner. Die haben wir dann am Abend auf Fensterbänke gestellt und Geistergeheul angestimmt. Die Reaktion war durchweg negativ :thumbsup:

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    Dienstag, 13. Februar 2024, 19:31

    Lebertran-Emulsion

    Es gab in den 60ern eine Lebertran-Emulsion der Firma Scott,die habe ich sogar sehr gerne eingenommen.
    Die weiße Flüssigkeit roch schon sehr gut und war auch nicht bitter.
    Auf der Verpackung war ein Angler,der einen Fisch auf seinem Rücken hatte,der fast so groß war wie er selber.