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    Sonntag, 12. Juni 2011, 18:07

    Küchengeräte und andere "Helfer"

    Ich glaube, die einzigen elektrischen Geräte, die es in meiner Kindheit zu Hause als Haushaltshelfer gab, waren Kühlschrank, Waschmaschine und Elektroherd. Meine Mutter rührte Sahne noch lange mit einem Schneebesen und bekam erst in den 70ern einen "Krups"-Mixer. Kaffee wurde noch in der Kanne aufgebrüht (schmeckt sowieso viel besser, mache ich heute wieder). Haarfön gab es nicht, damals ging "frau" zum Frisör und die hatten Trockenhauben. Irgendwann konnte man einfache Varianten dieser Trockenhauben auch für den Hausgebrauch kaufen.
    Unsere Waschmaschine war eine große "Truhe" - wie heutige Gefriertruhen - Deckel hoch und auf der einen Seite Waschtrommel, auf der anderen Seite Schleudertrommel. Für damalige Verhältnisse schon ein Highlight :-)
    An andere Geräte kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern....Die kamen erst alle viel später....

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    Sonntag, 12. Juni 2011, 19:40

    Unser erstes elektrischen Küchengerät war ein Kühlschrank. Die Wäsche wurde noch in einem großen Topf auf dem Gasherd gewaschen. Meine Oma hatte eine Wäschemangel, so ein Ding, durch das man die nasse Wäsche drehte und dabei das Wasser herausgedrückt wurde. Die Kurbelei war ziemlich anstrengend. Die Wäsche hing dann an der Wäscheleine, bei schönem Wetter im Hof, bei Regen in der Küche. Die Wäscheklammern zum Aufhängen der Wäsche waren noch aus Holz (und dienten uns Kindern auch schon mal als Spielzeug). Wir bekamen als nächste Küchenhilfe eine Wäscheschleuder, danach auch irgendwann eine Waschmaschine (die Marke habe ich vergessen, wahrscheinlich Bauknecht, die wussten damals was sich Frauen wünschten).
    Schlagsahne wurde auch bei uns noch mit der Hand zubereitet (wir hatten dazu einen Handmixer mit Kurbel), ebenso der Kaffee, handgemahlen mittels einer Kaffeemühle. Erinnern kann ich mich auch noch an die schwarze Singer-Nähmaschine meiner Tante.

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    Montag, 13. Juni 2011, 16:39

    Dieser Handmixer mit Kurbel hieß meines Wissens damals Schneebesen, den habe ich heute noch in der Küchenschublade und er tut es auch noch :-) Was man heutzutage als "Schneebesen" bezeichnet ist wahrscheinlich eher ein Quirl.... Diese Holzklammern kenne ich auch noch. Und als "Staubsauger" gab es anfangs bei uns nur so ein manuelles Kehrgerät, ich weiß nicht mehr, wie das heißt. Ein Kasten unten mit gegenläufigen Bürsten drunter und nem Stiel dran. Damit konnte "frau" über den Teppich rollen und Krümel einkehren. Der Kasten wurde dann bei Bedarf geöffnet und in den Mülleimer entleert. Unser erster Staubsauger war wohl ein Vorwerk. Ich weiß aber nicht mehr, wann wir den bekamen.

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    Montag, 13. Juni 2011, 17:39

    Unter Schneebesen habe ich so ein Drahtgestell (ca. 20 cm lang) in Erinnerung, das man zum Schlagen von Eiweiß benutzte. Das hatte aber keine Kurbel. Warum das Ding Schneebesen hieß, keine Ahnung. Ob man damit auch Sahne schlagen konnte?
    Ein Quirl war ein Holzstecken mit unten einer gezackten Halbkugel. Etwa so wie ein Kochlöffel. Apropos Kochlöffel, das waren hölzerne Löffel mit einem langen Stiel. Die benutzte meine Mutter nicht nur zum Kochen, sondern versohlte uns damit auch schon mal den Hintern (passend zur Überschrift Küchengeräte und andere "Helfer).
    Kann es leider nicht besser beschreiben, zumal sich in unserem Haushalt keine solchen Gerätschaften mehr befinden.

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    Dienstag, 14. Juni 2011, 07:09

    Bei uns, in dem Haus, wo meine Oma und eine ganze Zeitlang noch meine Eltern lebten, gab es auf dem Hof eine Waschküche. Darin gab es so eine Holzbottich-Waschmaschine, darin wurde die Wäsche mit so einem Teil durchgeschlagen, das "Paddel" genannt wurde. Dieses Paddel wurde von einem Elektromotor bewegt. Und an dieser Maschine war so ein Wringer mit Kurbel dran, mit dem die nasse Wäsche dann ausgewrungen wurde. Das Wasser wurde in so einem Riesen-Waschkessel heißgemacht, der mit Holz beheizt wurde. In der Waschküche wurde samstags auch gebadet, in einer Zinkwanne, auch das Badewasser wurde im Waschkessel gemacht.

    Sowohl meine Mutter als auch meine Oma hatten zwar schon Elektroherde, aber zusätzlich auch noch einen Kohleherd in der Küche. Bei uns wurde nämlich mit Briketts und Holz geheizt. Meine Mutter hatte nur so einen Beistellherd, meine Oma allerdings so ein Riesengeschoss. Darauf wurde mit dem großen Einmachkessel auch viel eingemacht, wir hatten nämlich einen Garten mit Obst und Gemüse. Auch Marmelade und Gelee wurde gekocht, und Apfelmus. Warmes Wasser zum Waschen und Spülen musste auch auf dem Herd gemacht werden, jedenfalls bis wir so einen Durchlauferhitzer hatten.

    Dieses Teil für den Teppich war der Leifheit Teppichkehrer, meine Oma benutzte den nicht mehr vel, sie hatte einen Staubsauger, das war auch ein Kobold von Vorwerk, den hatte sie weit über 20 Jahre. Der Kobold hatte ziemlich viel Zubehör, unter anderem auch ein Teil, das als Haartrockner benutzt werden konnte, das war höllisch laut. Kleinere Teppiche hat meine Oma aber ab und zu auch auf dem Hof mit dem Teppichklopfer ausgeklopft. Die Teppichstange diente auch dazu, die Schaukel aufzuhängen.

    Und das Rührteil zum Sahneschlagen war ein Rührfix. Den hatte meine Oma sehr lange. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie nie einen elektrischen Handmixer, immer nur den Rührfix.

    Meine Mutter hatte später so einen Standmixer, einen Mixodett. Den benutzte sie unter anderem auch zum Reibekuchenteig machen. Und auch für Kuchenteig, bei uns wurde für Sonntag gebacken. Der Mixodett hatte als Zubehör eine Kaffeemühle und einen Entsafter. Meine Oma hat lieber die HolzKaffeemühle mit der Kurbel benutzt. Aber der Entsafter war nützlich, zum Gelee-Machen. Das war praktischer, als das Obst durch ein Mulltuch zu drücken.


    Zum Apfelmus-Machen wurde eine "Flotte Lotte" benutzt, so ein Passieraufsatz, der aufs Sieb gesetzt wurde, auch mit einer Kurbel, da wurden die gekochten Äpfel mit durchs Sieb gestrichen.

    Und Kochlöffel habe ich auch noch in schmerzlicher Erinnerung, obwohl ich nicht allzu oft übers Knie gelegt worden bin.

    So eine Nähmaschine zum Treten hatte meine Mutter gehabt, die nähte sich damals öfters was selber. Eine Pfaff 31 war das.

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    Dienstag, 14. Juni 2011, 19:12

    Geheizt wurde bei uns auch mit Kohlen, Briketts und Holz. In jedem Zimmer stand ein Kohleofen, über ein Ofenrohr mit dem Kamin verbunden. Die gelieferten Kohlen und Briketts wurden direkt vor das Kellerfenster gekippt, durch dieses wurden sie dann in den Keller geschaufelt (Kohlen) oder geworfen (Briketts). Hinterher war man immer ganz schwarz.
    Die Mülleimer hießen noch Ascheneimer, weil wesentlich mehr Asche als Müll anfiel. Die Dinge waren noch nicht so aufwändig verpackt und Plastik gab es auch kaum. Essensreste kamen auf den Kompost. Es fiel eigentlich kaum Müll an. Bei Schnee und Glatteis wurde mit der Asche auch noch gestreut.

    Irgendwie waren die Kohleöfen noch gemütlicher als die heutige Zentralheizung. Vorne an der unteren Tür war im dunkeln der Feuerschein zu sehen. War der Ofen aber erst mal aus, wurde es recht schnell kalt. Im Winter hatten wir morgens früh dann oft Eisblumen an den Fenstern.

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    Dienstag, 14. Juni 2011, 23:49

    Ja, ich hätte auch viel lieber Kohlenöfen als die trockene Heizungsluft. Und was ich auch vermisse, das sind Wohnküchen, wie meine Mutter und meine Oma sie hatten. Zumindest bei meiner Oma spielte sich alles in der Küche ab. Sie empfing dort auch ihren Besuch, und gegessen wurde am Küchentisch. Das Wohnzimmer wurde nur zum Fernsehen benutzt. Und natürlich zu Geburtstagsfeiern und Weihnachten.

    Ach ja, zu Haushaltstechnischem ist mir auch noch was eingefallen: Meine Oma benutzte noch einen Bohner und Bohnerwachs von Dompfaff, in diesen komischen Tuben. Damals wurde in den Haushalten noch gebohnert, das kennen viele heute gar nicht mehr. Und der Wohnzimmerteppich hatte Fransen, die wurden nach dem Staubsaugen mit einem extra dafür bestimmten Kamm gekämmt.

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    Mittwoch, 15. Juni 2011, 07:19

    Bei Bohnerwachs kann ich mich nur noch an den Geruch erinnern. Das ganze Treppenhaus roch manchmal danach. Besser kenne ich noch die Möbelpolitur von Polyboy oder die Schuhcreme-Dosen von Erdal(?), mit dem Verschluß, wo man nur etwas drehen musste damit die Dose aufging.

    Was einem nicht manchmal alles wieder einfällt. Damals gab es solche Fliegenfänger, klebrige Streifen, die man auszog und an die Decke hing. Der Streifen zog die Fliegen an und die blieben dann daran kleben, damals fand ich das faszinierend. Heute würde ich es eher eklig finden, aber es gibt sie ja nicht mehr.

    9

    Mittwoch, 15. Juni 2011, 15:54

    Vor etwa zwei Jahren habe ich diese Fliegenstreifen noch im Drogeriemarkt gesehen. Verwenden würde ich die nicht, das sieht eklig aus. Schuhcreme in Dosen gibt es auch noch, aber ich nehme doch viel lieber die neue Variante mit dem Schwämmchen. Und Möbelpolitur verwende ich auch nicht. In meiner Kindheit wurde das noch viel verwendet. Eine Zeitlang habe ich noch Möbelspray benutzt, aber mittlerweile auch schon lange nicht mehr.

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    Donnerstag, 16. Juni 2011, 10:32

    Die Fliegenfänger kenne ich auch noch und fand die eigentlich ganz praktisch. Meine Mutter war aber der Meinung, das wäre
    nichts für Leute in der Stadt, weil diese Dinger meistens
    auf dem Land zu sehen waren z.B. in Fluren neben dem Stall.

    Die Schuhcreme musste aufgetragen und dann poliert werden. Etwas anderes gab es nicht. Im Winter wurden Stiefel
    sogar noch mit Lederfett behandelt.
    Die anderen Haushaltsgegenstände kenne ich auch noch. Eine
    richtige Sensation war der "Bauknecht Waschvollautomat", d.h.
    eine Waschmaschine mit mehreren Programmen die auch noch schleuderte. Das war damals neu und ziemlich teuer.
    Der alte Kühlschrank rumpelte manchmal ziemlich laut, wenn der
    Motor ansprang. Er hatte außerdem noch einen richtigen Hebel
    zum Öffnen der Tür. Später stand er als "Reserve" oder zum
    Kühlen größerer Mengen oder von Getränken noch im Keller.
    Über den Stromverbrauch machte sich damals niemand Gedanken
    obwohl der bei all diesen Geräten gewaltig gewesen sein muss.

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    Donnerstag, 16. Juni 2011, 21:09

    Lederfett gibt es auch heutzutage noch. Und nicht nur für Schuhe und Stiefel. Im Vereinsfußball werden damit auch die Fußbälle ab und zu behandelt, das weiß ich von jemandem, der längere Zeit eine Jugendmannschaft betreut hat.

    Mir ist auch noch etwas Küchentechnisches eingefallen. Man kennt ja auch heute noch diese Fleischwölfe mit Kurbel. Heutzutage benutzen die meisten sie ja nur noch für Spritzgebäck, mit dem entsprechenden Spritzgebäck-Vorsatz. Aber früher wurden die Fleischwölfe auch noch zu vielen anderen Zwecken benutzt. Meine Oma benutzte den jedenfalls viel, zum Beispiel drehte sie den frisch gekochten Spinat da durch. Und den Reibevorsatz benutzte sie zum Reibekuchen machen. Sie machte sich aber auch aus übrig gebliebenen Brötchen ihr Paniermehl selber.

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    Samstag, 18. Juni 2011, 20:15

    Leifheit Teppichkehrer! Das war der Name! Danke :-)
    So einen Fleischwolf habe ich noch hier, den hat meine Mutter aber weniger benutzt. Sie hat sich von ihrer Schwester aus der DDR damals eine "Küchenreibe" schicken lassen. Damit wurden bei uns die Teige für Reibekuchen oder Klösse hergestellt. Das Teil funktioniert noch immer.....
    Mir fällt gerade noch etwas ein: ein Siphon - ich glaube, so nannte man das. Mein Papa trank gerne Whisky oder Bourbon mit Soda. Das Sodawasser machte er selber mit Leitungswasser und einer kleinen Kohlensäurekapsel. Die kam in die Verschluß-Vorrichtung der Siphonflasche und daraus ergab sich dann das Sprudelwasser. Ich weiß nicht, ob es so etwas heute noch gibt?

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    Dienstag, 21. Juni 2011, 22:59

    Einen Siphon hatten wir früher im Barschrank stehen gehabt. Das wurde aber nur selten benutzt. Wir waren auch eher ein Biertrinker-Haushalt. So ein Teil habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Dafür hat man heutzutage ja den WasserMaxx oder den Soda-Club.

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    Mittwoch, 17. August 2011, 20:55

    Vor etwa zwei Jahren habe ich diese Fliegenstreifen noch im Drogeriemarkt gesehen. Verwenden würde ich die nicht, das sieht eklig aus. Schuhcreme in Dosen gibt es auch noch, aber ich nehme doch viel lieber die neue Variante mit dem Schwämmchen. Und Möbelpolitur verwende ich auch nicht. In meiner Kindheit wurde das noch viel verwendet. Eine Zeitlang habe ich noch Möbelspray benutzt, aber mittlerweile auch schon lange nicht mehr.
    Die Dinger gibt es nach wie vor. Wir benutzen so etwas nicht. Die Viecher verrecken elendig und das muß nicht sein.

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    Mittwoch, 17. August 2011, 21:01

    Leifheit Teppichkehrer
    "Leifheit Regulus" war der genaue Name. Manche sagten "Teppichdackel" dazu. Meine Großeltern hatten erst einen einfachen mit Walzen, dann einen, der zusätzlich rotierende Bürstenscheiben hatte, damit konnte man den Dreck an den Teppichleisten entfernen.
    Die Dinger dienten für "den kleinen Dreck zwischendurch," denn einen Vorwerk Kobold hatten sie auch. Unvergeßlich dessen typisches Motorengeräusch. Ich habe mal einen beim Sperrmüll gefunden und mitgenommen. Als ich ihn einschaltete, machte er nur noch kurz "Quieck!" und dann war Schluß.
    Schade. ;(

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    Mittwoch, 17. August 2011, 22:09

    Diese Staubsauger waren sauteuer, aber sie hielten auch ewig. Den ersten, den meine Oma hatte, den hat sie dreizehn Jahre gehabt. Dann hat sie sich ein neueres moderneres Gerät gekauft, auch einen Kobold, und den alten hat sie einer ihrer Schwestern in der Eifel geschenkt, und die hatte ihn auch noch jahrelang. Das neuere Modell hatte meine Oma dann auch noch über zwanzig Jahre. Meine Mutter kaufte billigere Staubsauger, aber die brauchte auch alle paar Jahre einen neuen. Die Teile gingen entweder kaputt oder ließen in der Saugleistung nach.

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    Sonntag, 28. August 2011, 09:13



    Kennt noch jemand diese Art von Spülschränken? So etwas hatten wir noch in der Küche stehen, neben dem Spülbecken. In der einen Schüssel wurde gespült, das warme Wasser wurde auf dem Herd gemacht In die andere Schüssel kam das Geschirr dann zum Abtropfen rein.

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    Mittwoch, 28. Oktober 2015, 12:21

    Waschtag bei Oma

    beim Lesen der Beiträge in dieser Rubik ist mir noch der "Persil-Knüppel" eingefallen.

    Sah aus wie ein Baseball-Schläger, hatte hinten eine Schlaufe dran, und hing in der Küche über dem Herd. Sie benutzte ihn u.a. bei Kochwäsche - ja auch für Stoffwindeln....

    Naja, und das Waschmittel Persil gabs ja schon recht lange - daher der Name.
    8) The Smoker You Drink, The Player You Get 8)

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    Mittwoch, 28. Oktober 2015, 17:19

    Waschtechnik

    Unsere Vermieter hatten in dem Haus aus dem Baujahr 1957, in dem ich aufwuchs, noch eine Waschküche.
    Ich kann mich dunkel erinnern, daß Anfang der 60er die bessere Hälfte des Hausbesitzers, Gertrud S., noch mit einem großen Kessel und dem von Dir erwähnten "Prügel" herumhantierte.
    Bei uns gab´s das nicht mehr. Um 1960 bekamen wir unseren ersten Waschhalbautomaten von Quelle.
    An der Rückseite der Maschine befand sich ein großer Hebel, mit dem man wohl die einzelnen Waschgänge einstellen konnte. Beim Schleudergang mußte sich meine Mutter auf die Maschine setzen, da sie sonst in unserem Badezimmer "gewandert" wäre.
    Dieses Gerät hatten wir ziemlich lange, bis Anfang der 70er. Soweit ich mich erinnere, wurde es auch gelegentlich repariert.

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    Dienstag, 17. Oktober 2017, 12:01

    Die Waschküch...

    Interessantes Thema! Bei meinen Großeltern wurde die Wäsche noch im Waschkeller gewaschen, in einem Kessel, der eingemauert war. Darunter eine Art Ofen. Anheizen mit Kleinholz, dickes Holz drauf, später Kohle, und so langsam wurde die Lauge im Kessel warm. Ich habe den Raum gemieden, das hat richtig in den Augen gebrannt. Allerdings gab es ein mal im Jahr ein Schlachtfest, die selbst gezogenen Schweine (meist drei an der Zahl) wurden am frühen Morgen ins Himmelreich geschickt. Wir Kinder durften selbstverständlich nicht dabei stehen, hatten aber von Omas Küchenfenster aus einen vorzüglichen Logenplatz und konnten die ganze Prozedur mit Bolzenschuss, Halsschnitt mit auffangen des Blutes zwecks Herstellung der beliebten Blutwurst genau verfolgen. Der Vormittag war dann zunächst langweilig, die Erwachsenen waren beschäftigt mit dem zerlegen des Tiere (nachdem der Tierarzt seinen Stempel aufgedrückt hatte), es wurde Wurst hergestellt "im Darm" usw. usw. und gekocht wurde das ganze im Waschkessel, die geplatzten Würste ergaben dann die sog. "Wurstsuppe" , die ich noch heute gerne esse. Am leckersten fand ich aber das "Wellfleisch", das hauptsächlich vom Kopf gewonnen wird.

    Da es hier ja um Hausgeräte geht: da gab es noch einen von Hand betriebene Mangel.

    Gerne erinnere ich mich an die Wäscheschleuder meiner Eltern, die unwuchtig durch die Küche tänzelte, weshalb ich einfach drauf gesetzt wurde. Dieses Wunder der Technik war von BOSCH glaube ich, so etwas wie einen Nothalt kannte das Ding nicht. Deckel auf und die Trommel rotierte weiter, nicht ganz ungefährlich :D