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    Sonntag, 12. Juni 2011, 17:46

    Fotoapparate

    Da es noch keinen Beitrag hier gibt, möchte ich mal den Anfang machen. Als ich Kind war (Jahrgang 59) hatte mein Vater einen Fotoapparat von Agfa, eine Spiegelreflexkamera. Muß wohl damals schon etwas besonderes gewesen sein, mein Vater hütete sie immer wie seinen Augapfel. Er benutze aber den Spiegel selten, meisten fotografierte er durch den Sucher auf der Rückseite. So etwas kennen die jungen Leute gar nicht mehr, die mit diesen Mini-Digital-Teilen durch die Gegend wetzen und glauben, sie könnten fotografieren....
    Es gehört eine feste Kameratasche dazu, es gibt ein Wechselobjektiv und als ich das Teil im Jahr 1996 zum Urlaub mitnahm, funktionierte sie sogar noch! Damals machte ich nur leider den Fehler und legte den Film nicht richtig ein, er wurde nach ein paar Fotos nicht transportiert und der meiste Teil des Films war unbelichtet. So etwas kann natürlich mit einer Digitalkamera nicht mehr passieren und teures Entwicklen fällt auch weg :-)
    Zur Konfirmation bekam ich eine Pocket-Kamera, ich glaube, die waren auch von Agfa. Kennt ihr die noch? So kleine schmale Teile, reingucken, knipsen, ritsch-ratsch, nächstes Foto. Die Negative waren extrem schmal. Und die Fotos hatten/haben alle einen Rotstich. Wo die Kamera abgeblieben ist, weiß ich nicht. Irgendwann war sie weg.

    Übrigens hat mein Vater bei unseren Verwandtschaftsbesuchen in der DDR "drüben" auch Orwo-Filme gekauft und verknipst. Die gibt es auch nicht mehr, genau wie Agfa.

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    Montag, 13. Juni 2011, 10:43

    So eine ritsch-ratsch-klick Pocket-Kamera hatte ich Anfang der 70er auch einmal. Eine Agfamatic xxx mit den typischen Pocketfilm-Kassetten. Für die damalige Zeit praktisch und einfach zu bedienen. Allerdings war die Bildqualität doch recht bescheiden. Nach einiger Zeit funktionierte auch das ritsch-ratsch immer schlechter, der Film wurde gar nicht, um ein halbes oder 1 1/2 Bilder transportiert (mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bildausbeute pro Film).
    Ich wechselte dann auf eine Spiegelreflex von Porst. Die passte noch geradeso in mein Budget, zumal ja das Zubehör nocheinmal (mindestens) genauso viel verschlang. Film einlegen war etwas komplizierter als bei der Pocket-Kamera. Man musste den Film in die Rückspulausbuchtung einlegen, den Filmanfang dann über das Bildfenster in die Schlitze der Aufwickelspule einführen. Da konnte es schon mal vorkommen, das die kleinen Zahnrädchen der Aufwickelspule nicht genau in die Ausstanzungen des Films griffen und der Film nicht richtig transportiert wurde. Das war auch deshalb schlimm, da man nicht wie heute nach jedem Knipser das fertige Bild ansehen konnte, ob und wie ein Bild geworden war erfuhr man erst oft Wochen später nach dem Entwickeln des Films. Film war nicht gleich Film. Man musste nicht nur auf die Marke (Agfa, Kodak, später auch Fuji) achten, sondern auch auf die Anzahl der Bilder (12, 24 oder 36), den ASA-Wert, Bilder oder Dias und sogar auf das Haltbarkeitsdatum, wenn man den Film nicht gleich benutzte.
    Hatte man den Film verknipst, musste der Film wieder zurückgespult werden und die Filmspule zum Entwicklen gebracht werden. Das dauerte damals noch einige Tage (in den 80ern gab es dann den Stunden-Service). Danach bekam man dann die Bilder (Überraschung!), nicht nur die gelungenen auch die verwackelten, Daumen vor der Linse, fehlbelichteten (Bildbearbeitung am PC war natürlich auch nicht möglich) etc. und einen Negativ-Streifen. Wollte man Bilder nachmachen lassen, musste man den Negativ-Streifen nochmal zum Entwickeln geben. war natürlich alles mit Kosten verbunden. Damals habe ich auch noch viele Dias gemacht, die jetzt in ihren Kassetten verstauben.
    Spiegelreflex-Kameras besitze ich heute auch noch (Canon AE-1 aus den 80ern mit Film, und Canon EOS-50D digital) wobei ich eigentlich nur noch die digitale benutze, ist halt doch einfacher als die ganze Hantiererei mit den Filmen.
    »Franko« hat folgende Bilder angehängt:
    • fotofilm.jpg
    • negative.jpg

    3

    Montag, 13. Juni 2011, 16:34

    Ich weiß nicht, ob das schon bei meinem Vater in meiner Kindheit so war, aber später, wenn ich die entwickelten Fotos abholte, konnte man die verwackelten oder schlecht entwickelten Bilder zurücklassen und mußte nur das bezahlen, was man mitnahm. Heute kann man sogar von den Negativstreifen (oder Dias) selber Fotos drucken, ich hab z.B. den passenden Scanner dafür.....

    4

    Mittwoch, 17. August 2011, 20:52

    Meine erste Kamera war eine Kodak Instamatic mit 126er Kassette. Irgendwann ist Sand hineingeraten, da war sie im Eimer. Ich würde mir gerne wieder so eine zulegen, aber ich habe unter den zahllosen Modellen nicht das herausfinden können, das ich mal hatte.
    Immerhin, ein paar Originalfotos vom April 1974 habe ich noch - schwarzweiß mit Rand, das war damals Standard.

    5

    Mittwoch, 17. August 2011, 22:13

    Eine Instamatik hatte ich auch noch, jahrelang. Das Narrensicherste was es überhaupt gab. Wenn man sich nicht gerade saudämlich anstellte, gelang einem damit auch jedes Bild.

    6

    Mittwoch, 31. August 2011, 11:27

    Meine ersten Babyfotos in den 50ern und praktisch alle Familienfotos in 60ern wurden mit einer Agfa Clack gemacht. Diese Kamera gab es ab 1954 und kostete damals 19,50 DM. Der Name Clack rührt wohl von dem deutlich hörbaren Klack beim Auslösen. Als Film wurde ein Rollfilm mit dem Negativformat 6x9cm benutzt. Zum Filmeinlegen musste das Gehäuse, der „Cameramantel“, wie es in der Anleitung hieß, nach unten abgezogen werden. Nach jedem Bild musste der Film "weitergerollt" werden. Auf der Rückseite befand sich ein kleines rundes Schaufenster, in dem die Bildnummer abgelesen werden konnte. Auf einen Rollfilm passten 8 Bilder. Für die Kamera hatten wir eine Bereitschaftstasche aus dunkelgrünem Weichkunststoff, die 7,50 DM kostete.

    Zu der Kamera gab es von Agfa den Clibo-Blitzer für 9,50 DM, der oben auf die Kamera gesteckt werden konnte. In dieses Blitzgerät wurde das Blitzbirnchen gesteckt, das nach jedem Blitz durch ein neues ersetzt werden musste.

    Mit dieser Kamera habe ich damals meine ersten Bilder geschossen (ich durfte mal knipsen, wenn meine Eltern zusammen auf ein Bild wollten).
    »Franko« hat folgendes Bild angehängt:
    • FotoapparatClack01.jpg

    7

    Sonntag, 5. August 2012, 17:14

    Tolles Bild, Franko...

    ...von der Agfa Clack, die hatten meine Eltern und später ich auch, bis sie irgendwann verschwunden is...
    Ich konnte mich nich mehr an den Namen erinnern, aber jetz, wo ich sie auch Deinem Bild gesehen habe, bin ich sicher, dass es diese und keine andere gewesen ist. Muss ma sehn, ob ich so ein Teil wieder finde...wäre doch gelacht! :thumbsup:

    8

    Sonntag, 5. August 2012, 21:26

    Der Photoapparat meines Vaters ist eines der wenigen Stücke aus dieser Zeit, die bis heute erhalten geblieben sind. Wahrscheinlich hat er überlebt, weil er nicht viel Platz wegnahm und nicht weiter auffiel. Er hatte viele Jahre unbeachtet im Wohnzimmerschrank gelegen. Ich habe auch noch die Original-Betriebsanleitung dazu. Bilder kann man aber keine mehr aufnehmen, weil es die Rollfilme dazu schon lange nicht mehr gibt. Ich denke die Kamera kann man heute noch für ein paar Euros bei eBay bekommen.

    9

    Montag, 6. August 2012, 14:06

    Stimmt

    ...die Teile gibt es bei Ebay teilweise für 10 Euro angeboten. Hab mich gleich ma schlau gemacht und ich denke, ich werde demnächst ma zuschlagen. Was die Filme angeht, soll ma von Fuji oder so welche kriegen können, die man da drin verknipsen kann. Aber ich hab mich damit noch nich näher beschäfticht. Kommt aber noch. Werden vermutlich nich sehr billich sein, aber so schwarzweisse Fotografie hat ja auch ihren Reiz, ne? ;)

    10

    Montag, 6. August 2012, 20:42

    RE: Stimmt

    .Werden vermutlich nich sehr billich sein, aber so schwarzweisse Fotografie hat ja auch ihren Reiz, ne? ;)


    Das stimmt durchaus. Manche Bilder wirken nur schwarz-weiß so richtig, wie auch manche alten schwarz-weiß Filme.

    Rollfilme habe ich inzwischen auch bei Amazon entdeckt. Gibt welche der Marke Ilford (noch nie gehört), die Kosten so um die 6 EUR. Ich vermute der Typ 120 könnte passen. Da müsste ich die Gebrauchsanweisung noch mal suchen ob da irgendwelche Angaben zu dem Filmtyp drinstehen. Der Photoapparat hat bei mir allerdings nur noch nostalgischen Wert. Was die Technik angeht, ist er doch nicht ganz so up to date.

    11

    Montag, 6. August 2012, 21:10

    Gebrauchsanleitung Agfa Clack

    Wenn Du die Gebrauchsanleitung Deiner Agfa ma zufällich wieder in die Fingers kriechst, wäre es möglich sie ab zu fotografieren und eventuell hochzuladen? Dafür wäre ich sehr dankbar :D

    12

    Dienstag, 7. August 2012, 16:47

    Hier sind die Bilder der Gebrauchsanweisung:
    »Franko« hat folgende Bilder angehängt:
    • agfaclack1.jpg
    • agfaclack02.jpg
    • agfaclack03.jpg

    13

    Dienstag, 7. August 2012, 19:33

    Vielen lieben Dank...

    ...Franko, für die prompte "Bedienung". Werde mich sehr gern revanchieren, wenn ich Dir mit/bei irgendwat helfen kann!

    Lupo911

    unregistriert

    14

    Dienstag, 28. Juli 2015, 13:03

    Hallo Andrea,

    ich bin da etwas anderer Meinung. Nicht nur junge Leute rennen mit einer Digicam rum. Auch unsere und die noch ältere Generation nutzt diese Technik sehr gern. Wer eine "teure Spiegelreflex" hat, muss nicht unbedingt fotografieren können. Der eigene Anspruch steht dabei, wie ich finde, im Vordergrund. Was will ich machen und womit. Abgesehen mal, dass wir wohl alle keine Berufsfotografen sind, macht jeder die meisten Bilder im Urlaub. Wer Strand, Denkmäler und Schnappschüsse seiner Lieben machen will, sollte sich vorher überlegen, ob er für eine Kamera 70 oder 2000 Euro ausgibt. Man kann auch mit einer Kodak Instamatic (hieß die so?) mit dem Blitzwürfel zum drehen(später automatisch) oben drauf, ganz tolle Fotos schießen. Aber das waren dann eher Glücksmomente. Ich hatte später in den 80ern eine Kodak Disc-Kamera. Eine Erfindung, die nicht sehr erfolgreich war. Auch meine Versuche damit scheiterten oft.

    15

    Dienstag, 28. Juli 2015, 20:06

    Aber das waren dann eher Glücksmomente.

    Ich kann mich an so einen Glücksmoment erinnern, wo ich nach einer langen,anstrengenden Bergwanderung gerade noch kurz vor der Dunkelheit an der Berghütte angekommen bin, um festzustellen, das der Film nicht richtig eingelegt war, die Kamera ihn somit nicht weitergedreht hat und somit kein einziges Foto dieser Wanderung vorhanden war. Ich glaube ich hatte es nur meiner totalen Erschöpfung zu verdanken, dass ich mich nicht vom Gipfel gestürzt habe.

    Lupo911

    unregistriert

    16

    Mittwoch, 29. Juli 2015, 07:54

    Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Damals benutzte ich eine Minolta(Modell weiß ich grad nicht, hab sie aber noch) und hatte den Film wohl nicht richtig eingelegt. Der Transport bis zum ersten Bild lies nichts vermuten. Also knipste ich dann munter drauf los. Es war eine Motorsportveranstaltung 1993 auf der Avus in Berlin der Deutschen Tourenwagen. Ich hatte auch Zugang zum Fahrerlager, konnte hautnah an die Fahrzeuge. Lange Rede, kurzer Sinn! Nachdem ich meinen entwickelten Film abholen wollte, hatte der Verkäufer aufmunternde Worte für mich. Es half nichts, es war absolut nix drauf :evil: Da hatte ich mich so gefreut. Da sind die heutigen Digitalkameras doch viel einfacher zu handhaben.

    Lupo911

    unregistriert

    17

    Dienstag, 1. September 2015, 07:37

    Von der Knipskiste zur Digitalkamera

    Meine erste Kamera, an die ich mich erinnere, war eine Kodak Instamatic mit Drehblitzwürfel-Aufsatz. Natürlich manuell, automatisch kam bei späteren Modellen. Mitunter gelangen einem damit sogar tolle Schnappschüsse.



    Meine Eltern hatten eine Agfa Optima Kamera. Ich weiß noch, dass mein Vater damit s/w Bilder knipste, weil Farbfilme sicher viel zu teuer waren bzw. die Kameras gar nicht für Farbfilme geeignet waren.

    Hier die oben bereits erwähnte Kodak Disc Kamera. Dieses Format hielt sich nicht und verschwand sehr bald vom Markt.

    »Lupo911« hat folgendes Bild angehängt:
    • Unbenannt.jpg

    18

    Sonntag, 8. November 2015, 12:46

    Meine erste Kamera war eine Kodak Instamatic mit 126er Kassette. Irgendwann ist Sand hineingeraten, da war sie im Eimer. Ich würde mir gerne wieder so eine zulegen, aber ich habe unter den zahllosen Modellen nicht das herausfinden können, das ich mal hatte.
    Immerhin, ein paar Originalfotos vom April 1974 habe ich noch - schwarzweiß mit Rand, das war damals Standard.
    Ich muß mich hier selbst berichtigen:
    Meine erste Kamera war eine Revuematic 350CA. Das war die Quelle-Version der Bilora Bilomatic CA.
    Inzwischen besitze ich beide, und die Revue scheint sogar noch zu funktionieren.
    Leider gibt es inzwischen nicht mal bei Adox passende Filmkassetten, und entwickeln würde die wohl auch keiner mehr.
    Ich würde das Ding nämlich gar zu gerne benutzen.