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    Dienstag, 29. November 2011, 11:37

    Religion und Glaube

    Was es heute auch nicht mehr gibt sind Gebetsbildchen.

    Wer zum Kindergottesdienst kam, bekam ein buntes Bildchen mit einem Motiv aus der Bibel.

    Ich bin mit 4 Jahren, in einen evangelischen Kindergarten gekommen. Die Kirchengemeinde mit Kindergarten lag um die Ecke, sodass ich als Kleinkind schon alleine dort hin gehen konnte, Wir wurden schon im Kindergarten christlich erzogen. Wir lernten spielerich aus der Bibel und auch die Weihnachtgeschichte wurde uns durch selbst aufgeführte Krippenspiele näher gebracht. So kam es, das ich auch Sonntags von meinem 5. bis zum 10. Lebensjahr, vor dem Kindergottesdienst erst in die Bibelstunde ging.Für mich ging von dem Kirchengebäude und dem Gemeindehaus eine gewisse Faszination aus und alle die sich dort um mich kümmerten waren sehr nett. Nur um das klarzustellen, uns wurde hier nichts aufgezwungen, auch keine verbohrten Glaubensvorstellungen.
    Vielmehr wurde die Bibel verwandt, um uns Hilfestellung im Alltag zu geben. Wir lernten einen sozialen Umgang miteinander, auch mit anders Gläubigen. Was Dein und Mein ist, das man Sachen von anderen nicht mutwillig zerstört, das man anderen helfen sollte usw. .(Beispiel: Der heilige Samariter)


    Zum Beispiel, um die Frage zu beantworten was falsch und richtig sei, wurde uns gesagt, wir sollten auf unsere innere Stimme und unser Bauchgefühl vertrauen.
    Und wenn man ehrlich ist, stellt man fest das einem bei falschem Tun, ein flaues Gefühl im Magen voraus geht.
    Wir lernten ganz selbstverständlich, das wir andere Menschen, die Tiere und auch die Pflanzen mit Respekt behandeln sollen. So ist es mir unverständlich, das unser Planet Erde so unwiederbringlich zerstört wird. Die Verantwortlichen und ihre Nachkommen müssen doch auch hier leben.
    Das man Tiere nicht quälen soll und die Natur erhalten.
    Das hat sich so eingefleischt, das ich sogar heute noch Regenwürmer, Schnecken oder Insekten vom Bürgersteig aufhebe und ins Grüne setze wo sie nicht tot getreten werden können. Wir haben auch regelmäßig Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind die wir versorgen.
    Das man nicht wahrlos Pflanzen abreist und darauf herum trampelt, was heute leider von Kindern getan wird.
    Auch mit Ausländerhass kann ich nicht viel anfangen. Bei den Deutschen gibt es genau so viele Deppen und Schuld an unserer wirtschaftlichen Misere sind wohl ganz andere Herrschaften, denen man mal gewaltig auf die Füße treten sollte.
    Das ist für mich alles auch Glaube und Religion, nicht jeden Sonntag in die Kirche rennen und beichten, sondern im täglichen Leben auf seine innere Stimme hören und danach handeln.

    Wenn alle danach leben und handeln würden, sähe es auf der Welt anders aus.

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    Donnerstag, 1. Dezember 2011, 18:24

    Der vergangene Glaube

    Bis in die späten 60er ging mein Vater mit mir mehr oder weniger regelmäßig in den evangelischen Sonntagsgottesdienst. Ich denke, dies geschah in erster Linie aus Gründen der gesellschaftlichen Konvention, "man" tat dies eben. Gelegentlich besuchte ich auch den Kindergottesdienst, der eine Stunde später begann und in dem sehr interessante bebilderte Heftchen mit Texten aus dem AT und NT verteilt wurden.
    Ab 1969 besuchte ich dann den Katechumenen- und Konfirmandenunterricht. Unser Pastor Gerd P. galt als sehr autoritär und erzählte gerne von seinen Kriegserlebnissen. Die Lehre Jesu Christi war ihm weniger wichtig. Auswendig können mußten wir lediglich die Bücher der Bibel, natürlich in richtiger Reihenfolge, und einige Stellen aus dem kleinen Katechismus. Darüber hinaus sollten wir mindestens jeden zweiten Sonntag zum Gottesdienst erscheinen. Dort störten wir oft derart, daß wir von den Presbytern aus der Kirche geworfen wurden.
    Kurz vor unserer Konfirmation unterwies uns ein neuer Pfarrer, der uns sehr motiviert und engagiert unterrichtete. Leider kam dieser Umschwung für uns um Monate zu spät. Pfarrer P. hatte uns weitgehend demotiviert. Während der Konfirmation bekamen noch zwei meiner "Mitstreiter" zunächst die Erwachsenentaufe.
    Was von diesen Jahren blieb, war im wesentlichen, daß ich die Bücher der Bibel noch jahrelang hersagen konnte. Dem wahren Glauben hat mich diese Zeit nicht nähergebracht.

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    Samstag, 3. Dezember 2011, 09:01

    Wie schon erwähnt, wurde ich katholisch erzogen. Das beinhaltete den sonntglichen Kirchgang, und ich ging sowohl in einen katholischen Kindergarten (die Leiterin war eine Nonne, die anderen Kindergrtnerinnen hingegen weltlich), als auch später in eine katholische Grundschule. In beiden Einrichtungen gerte das Morgengebet fest in den Tagesplan. In der Grundschule mussten wir dienstags auch in die Schulmesse, die fand noch vor dem Unterricht statt, da waren wir meistens noch viel zu müde, um allzu aufnahmebereit zu sein. Auch zu Hause wurde gebetet: Morgens vor dem Frühstück, mittags das Tischgebet vor und nach dem Essen, und am Abend vor dem Schlafengehen.

    In der Schule hatten wir zweimal in der Woche Religionsunterricht. In der dritten Klasse kam dann der Kommuionsunterricht hinzu, denn wir wurden auf die Erstkommunion vorbereitet. Die war ein ziemlich großes Familienfest, etliche Verwandte kamen zu uns und blieben den ganzen Tag, das beinhaltete Mittagessen, Kaffeetrinken und Abendessen. Am zweiten Tag hatten wir dann auch noch Gäste zum Kaffeetrinken, allerdings keine Verwandten, sondern Freunde der Familie.

    Ich muss gestehen, ich bin im Laufe der Jahre immer nachlässiger in der Ausübung meiner Religion geworden. Zwar habe ich meine Kinder taufen lassen, und sie sind auch mit zur Erstkommunion gegangen, aber ich bete schon sehr lange nicht mehr, und in die Kirche gehe ich nur noch selten.

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    Samstag, 3. Dezember 2011, 09:37

    Wie schon erwähnt, wurde ich katholisch erzogen. Das beinhaltete den sonntglichen Kirchgang, und ich ging sowohl in einen katholischen Kindergarten (die Leiterin war eine Nonne, die anderen Kindergrtnerinnen hingegen weltlich), als auch später in eine katholische Grundschule. In beiden Einrichtungen gerte das Morgengebet fest in den Tagesplan. In der Grundschule mussten wir dienstags auch in die Schulmesse, die fand noch vor dem Unterricht statt, da waren wir meistens noch viel zu müde, um allzu aufnahmebereit zu sein. Auch zu Hause wurde gebetet: Morgens vor dem Frühstück, mittags das Tischgebet vor und nach dem Essen, und am Abend vor dem Schlafengehen.

    In der Schule hatten wir zweimal in der Woche Religionsunterricht. In der dritten Klasse kam dann der Kommuionsunterricht hinzu, denn wir wurden auf die Erstkommunion vorbereitet. Die war ein ziemlich großes Familienfest, etliche Verwandte kamen zu uns und blieben den ganzen Tag, das beinhaltete Mittagessen, Kaffeetrinken und Abendessen. Am zweiten Tag hatten wir dann auch noch Gäste zum Kaffeetrinken, allerdings keine Verwandten, sondern Freunde der Familie.

    Ich muss gestehen, ich bin im Laufe der Jahre immer nachlässiger in der Ausübung meiner Religion geworden. Zwar habe ich meine Kinder taufen lassen, und sie sind auch mit zur Erstkommunion gegangen, aber ich bete schon sehr lange nicht mehr, und in die Kirche gehe ich nur noch selten.
    Ich habe hier scheinbar den Eindruck erweckt, das ich ein hochgläubiger Christ wäre, der viel betet und in die Kirsche rennt.
    Dem ist nicht so.
    Ich wurde konfirmiert und das war mein letzter Kirchenbesuch. Ich bin auch aus der Kirche ausgetreten, was aber nicht bedeutet das ich keinen Glauben habe.
    Die aufgeschrieben Glaubensgeschichte ist in den letzten Jahrtausenden immer so umgeschrieben worden, wie es den Regierenden der Länder in den Kram passte.

    Was ich nicht schlecht finde sind einfach die Orientierungshilfen für das tägliche Leben. Auch vielen alten und einsamen Menschen spenden Bibel und Kirche
    Hilfe und Trost. Wem es hilft einer Religionsgemeinschaft anzugehoren und in die Kirche zugehen, dann ist das doch toll .