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    Samstag, 26. Februar 2011, 20:01

    Karl May

    zu der Bücherseite von das-waren-noch-zeiten.de (die ich sonst sehr gut finde) möchte ich noch eines klarstellen: Auch Mädchen mochten Karl-May-Bücher! Ich war sicher nicht das einzige, das diese Bücher verschlungen hat. Allerdings muss ich zugeben, das ich mich eher auf den Wilden Westen beschränkte. Karl May bedeutete für mich Winnetou und Old Shatterhand und deren Abenteuer habe ich alle gelesen. Bis auf Winnetou 3, über seinen Tod zu lesen hätte ich früher nicht übers Herz gebracht und später bin ich nicht mehr dazu gekommen. So weis ich bis heute nicht, wie winnetou ums Leben kam (von dem kitschigen Filmtod einmal abgesehen).

    2

    Donnerstag, 28. April 2011, 21:50

    RE: Karl May

    So weis ich bis heute nicht, wie winnetou ums Leben kam (von dem kitschigen Filmtod einmal abgesehen).
    Beim Abseilen in einen Krater von einem unbekannten gegnerischen Indianer erschossen.

    3

    Freitag, 29. April 2011, 00:00

    Das Wort 'Originalausgabe' im May-Artikel hier auf der Homepage ist ggf. verwirrend. Die Bände sind zum großen Teil bearbeitet. (Der Verlag darf sie Originalausgabe nennen, da Mays Witwe sich sozusagen hat beschwatzen lassen, juristisch gesehen ist das korrekt, aber es trifft halt nicht zu ...)

    In der Aufstellung fehlen die mittlerweile erschienenen Bände 86-88 sowie 91-93.

    4

    Freitag, 29. April 2011, 17:04

    Das ist alles richtig. Allerdings war diese Bamberger Ausgabe damals für uns die "Originalausgabe" mit der Betonung auf Original. Einige behaupteten, die anderen Ausgaben wären gekürzt. Ich konnte aber keinen Unterschied zur Jubiläumsausgabe oder den Büchern aus dem Tosa-Verlag feststellen (Außer in der Ausstattung, die Reiserouten gab es nur in dieser "Originalausgabe"). Die letzten Bände ab Nr. 86 werden demnächst ergänzt.

    5

    Freitag, 29. April 2011, 17:10

    Zitat

    war diese Bamberger Ausgabe damals für uns die "Originalausgabe" mit der Betonung auf Original.


    Diesem [wohl beabsichtigten ...] Irrtum bin ich auch lange Zeit aufgesessen ...

    ;)

    Zitat


    Einige behaupteten, die anderen Ausgaben wären gekürzt. Ich konnte aber keinen Unterschied zur Jubiläumsausgabe oder den Büchern aus dem Tosa-Verlag feststellen


    Ich habe mal einige Streichungen in einer Taschenbuchausgabe von "Winnetous Erben" (hat Karl May nie so genannt, sondern Winnetou IV) gefunden, verglichen mit dem grünen Band, Stellen privater Art, das "Herzle" betreffend.

    6

    Freitag, 29. April 2011, 19:14

    RE: RE: Karl May

    Beim Abseilen in einen Krater von einem unbekannten gegnerischen Indianer erschossen.
    Wie??? Kein böser Schurke oder berühmter Häuptling? Ich hoffe doch die Apatschen haben den Tod ihres Häuplings fürchterlich gerächt.

    7

    Freitag, 29. April 2011, 19:39

    Eben nicht, weil es um so etwas halt nicht geht ...

    Das dürfte Karl May ganz bewußt so gemacht haben, ein sozusagen Namenloser, der nicht einmal richtig identifiziert wird ... das "Böse", das "Negative", ist halt immer [und ewig] da ...

    8

    Freitag, 29. April 2011, 19:52

    RE: Karl May

    kitschigen Filmtod
    Als da das Pferd kommt, kann es einen schon 'reißen' ...

    Dann schauen wir uns doch das mal zum Vergleich an ...

    Noch immer lag der Apache bewegungslos. Die braven Railroaders, welche sich so gut gehalten hatten, und die Settlers mit den Ihrigen bildeten um uns einen stummen, tief ergriffenen Kreis. Da endlich schlug Winnetou die Augen auf.
    »Hat mein guter Bruder noch einen Wunsch?« wiederholte ich.
    Er nickte und sagte leise:
    »Mein Bruder Schar-Iih führe diese Männer in die Gros-Ventre-Berge. Am Metsur-Flüßchen liegen solche Steine, wie sie suchen. Sie haben es verdient!«
    »Was noch, Winnetou?«
    »Mein Bruder vergesse den Apachen nicht. Er bete für ihn zum großen, guten Manitou! Können diese Gefangenen mit ihren wunden Gliedern klettern?«
    »Ja,« antwortete ich, obgleich ich sah, wie die Hände und Füße der Settlers unter den schneidenden Fesseln gelitten hatten.
    »Winnetou bittet sie, ihm das Lied von der Königin des Himmels zu singen!«
    Sie hörten diese Worte. Ohne erst meine Bitte abzuwarten, winkte der alte Hillmann. Sie erklimmten einen Felsenabsatz, der zu Häupten Winnetous hervorragte, um den letzten Wunsch des Sterbenden zu erfüllen. Seine Augen folgten ihnen und schlossen sich dann, als sie oben standen. Er ergriff meine beiden Hände und hörte nun das Ave Maria beginnen:
    »Es will das Licht des Tages scheiden;
    Nun bricht die stille Nacht herein.
    Ach, könnte doch des Herzens Leiden
    So, wie der Tag vergangen sein!
    Ich leg' mein Flehen dir zu Füßen;
    0 trag's empor zu Gottes Thron,
    Und laß, Madonna, laß dich grüßen
    Mit des Gebetes frommem Ton:
    Ave, ave Maria!«

    Als nun die zweite Strophe begann, öffneten sich langsam seine Augen und richteten sich mit mildem, lächelndem Ausdrucke zu den Sternen empor. Man sang.
    »Es will das Licht des Glaubens scheiden;
    Nun bricht des Zweifels Nacht herein.
    Das Gottvertraun der Jugendzeiten,
    Es soll uns abgestohlen sein.
    Erhalt, Madonna, mir im Alter
    Des Glaubens frohe Zuversicht.
    Schütz meine Harfe, meinen Psalter.
    Du bist mein Heil; du bist mein Licht!
    Ave, ave Maria!«

    Nun zog Winnetou meine Hände an seine verwundete Brust und flüsterte:
    »Schar-Iih, nicht wahr, nun kommen die Worte vom Sterben?«
    Ich konnte nicht sprechen. Ich nickte weinend, und die dritte Strophe begann:
    »Es will das Licht des Lebens scheiden;
    Nun bricht des Todes Nacht herein.
    Die Seele will die Schwingen breiten;
    Es muß, es muß gestorben sein.
    Madonna, ach, in deine Hände
    Leg ich mein letztes, heißes Flehn:
    Erbitte mir ein gläubig Ende
    Und dann ein selig Auferstehn!
    Ave, ave Maria!«

    Als der letzte Ton verklungen war, wollte er sprechen - es ging nicht mehr. Ich brachte mein Ohr ganz nahe an seinen Mund, und mit der letzten Anstrengung der schwindenden Kräfte flüsterte er:
    »Schar-Iih, ich glaube an den Heiland. Winnetou ist ein Christ. Lebe wohl!«
    Es ging ein konvulsivisches Zittern durch seinen Körper; ein Blutstrom quoll aus seinem Munde; der Häuptling der Apachen drückte nochmals meine Hände und streckte seine Glieder. Dann lösten sich seine Finger langsam von den meinigen - er war tot!
    Was soll ich weiter erzählen? Die wahre Trauer liebt die Worte nicht! Käme doch bald die Zeit, in der man solche blutige Geschichten nur noch als alte Sagen kennt!
    Wir hatten dem bleichen Tode oft von Angesicht zu Angesicht gegenübergestanden; der wilde Westen gebietet, an jedem Augenblicke auf ein plötzliches Ende gefaßt zu sein. Und doch, als der beste, der treueste Freund, den ich je besessen habe, nun als Leiche vor mir lag, wollte mir das Herz brechen; ich befand mich in einem Seelenzustande, welcher sich nicht beschreiben läßt. Welch ein herrlicher Mensch war er gewesen! Und nun so plötzlich »ausgelöscht, ausgelöscht!« Grad so wird binnen kurzem seine ganze Rasse ausgelöscht sein, deren edelster Sohn er gewesen ist.


    8)

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    Donnerstag, 14. Juli 2011, 19:43

    Es gab genug Mädchen, die die Winnetou-Bücher gelesen haben. Ich zum Beispiel auch. Bei uns standen sie im Bücherregal meiner Eltern, und da habe ich mich dann auch irgendwann mal darüber hergemacht. Als meine Eltern dann später Farbfernsehen und einen Videorecorder hatten, haben sie auch die ganzen Filme dazu aufgenommen, die hat mein Sohn jetzt.

    10

    Samstag, 27. August 2011, 22:04

    Karl May - Muffel

    Als Kind bekam ich von Verwandten eine ganze Reihe von Karl May - Bänden " bunt gemischt " geschenkt (Tosa Verlag, Karl May Verlag Bamberg und auch einige Bertelsmann- Ausgaben). Am meisten äußerlich beeindruckt haben mich die repräsentativen Bamberger Ausgaben, das waren wohl auch die teuersten. Asche über mein Haupt, ich habe "Die Sklavenkarawane", "Das Vermächtnis des Inka", "Schloß Rodriganda" und andere zwar angelesen, aber relativ schnell wieder zur Seite gelegt. Es hat mich nicht angesprochen, und ich meine heute, es lag weniger am Inhalt, sondern an Karl May´s Schreibstil, der mir damals nicht behagte. Darüber hinaus standen diese Bücher bei mir in hartem "Wettbewerb" mit zahlreichen anderen Jugendbüchern, die mir meine Verwandten aus der DDR in den 60ern als Kompensation zusandten. Meine damaligen Favoriten waren "Alfons Zitterbacke" sowie "Lütt Matten und die weiße Muschel".

    Heute lese ich zahlreiche Autoren des 19. Jahrhunderts (u.a. Gustav Freytag) und habe mit dem angestaubten Deutsch dieser Zeit keine Probleme, nur zu Karl May habe ich noch nicht wieder gefunden. Vielleicht kommt´s ja noch.

    11

    Donnerstag, 5. April 2012, 17:55

    Vor einige Tagen, am 30. März, war der 100. Todestag vom Karl May.

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    Donnerstag, 5. April 2012, 19:03

    Karl May - Biographie

    Das einzige zur Zeit in meinem Besitz befindliche "Karl- May Buch" ist die Biographie von W- Raddatz: " Das abenteuerliche Leben Karl May´s". Mitte der 60er bei Bertelsmann erschienen und bietet einen guten Überblick über seine Vita. Das Buch bekam ich bereits als 9- jähriger geschenkt, damals hat´s mich nicht interessiert. Erst über 40 Jahre später habe ich es nochmals über ebay "geschossen" und aufmerksam gelesen. Interessant vor allem, wie dürftig die Lebensverhältnisse um 1850 noch waren und wie rigide kleine Rechtsverstöße damals geahndet wurden.

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    Donnerstag, 5. April 2012, 22:05

    RE: Karl May - Biographie

    Interessant vor allem, wie dürftig die Lebensverhältnisse um 1850 noch waren und wie rigide kleine Rechtsverstöße damals geahndet wurden.


    Die damaligen sozialen Verhältnisse und die Not der armen Weber in Karl Mays Heimat, dem sächsischen Erzgebirge, beschreibt er, verpackt in einer Abenteuergeschichte um eine Schmugglerbande, recht zutreffend in dem Band 64 "Das Buschgespenst". Eine für die damalige Zeit doch recht weit gehende Gesellschaftskritik. Im Gegensatz zu den Geschichten von Kara Ben Nemsi oder Old Shatterhand sind diese Heimat-Geschichten nur wenig bekannt. Zu Unrecht wie ich meine, obwohl ich sie in meiner Jugendzeit auch meist verschmäht und die "Indianer-Geschichten" vorgezogen habe.

    Weitere Biographien von Karl May sind natürlich seine Autobiographie, der Band 34 "Ich", sowie "Winnetous Blutsbruder" von Christian Heermann.

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    Dienstag, 10. April 2012, 22:46

    Sehr empfehlenswert ist die kürzlich erschienene Biographie von Helmut Schmiedt. Klassiker: die Werke von Hans Wollschläger und Hermann Wohlgschaft. Letzteres beschäftigt sich auf in der Neuausgabe rund 2000 Seiten unter weltanschaulichen, religiösen Aspekten mit Karl May.

    Das "Buschgespenst" ist eine Bearbeitung, ein Teil von Mays Roman "Der verlorne Sohn". Im Original gibt es das Wort "Buschgespenst" gar nicht, die Figur heißt dort "Waldkönig". Die weiße Verkleidung legt sie nur aus Gründen der Tarnung an (im Schnee). In der Bearbeitung ist das etwas "aufgepeppt".

    15

    Montag, 4. Juli 2016, 15:34

    Als Kind habe ich von meiner Großtante "Das Vermächtnis des Inka" geschenkt bekommen. Es war wohl eher eine Verlegenheitslösung, weil ihr nichts besseres eingefallen war.
    Ich habe den Roman gelesen und fand ihn so uninteressant, daß ich mich nicht weiter um "Mayer's Karl" (so scherzte meine Mutter immer) gekümmert habe.
    Ein paar Jahre später bin ich mit meinen Großeltern im Karl-May-Museum in Bamberg gewesen und Opi kaufte mir "Durch die Wüste." Da hat es mich dann doch gepackt und ich habe jahrelang diese Bücher verschlungen.
    Die Geschichten um Kara Ben Nemsi Effendi und seinen Gefährten Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawhud Al Gossarah (nein, ich habe nicht nachgekuckt: ich kann es auch nach über 40 Jahren noch auswendig) fand ich stets viel spannender als die um Winnetou und Old Shatterhand, und den Tod des edlen Rappen Rih habe ich mehr beweint als den des Indianers.
    Aber mit der Zeit begann mich May's christliches Gesülze immer mehr zu nerven und ich verlor dann doch das Interesse.
    Immerhin: zu den wenigen Dingen, die aus meiner Kindheit und Jugend erhalten sind, gehört eine große Kiste mit eben jenen Büchern (bis auf das von Opi geschenkte alle vom Tosa-Verlag, denn die gab's billig bei Hertie).

    16

    Montag, 4. Juli 2016, 18:27

    Karl May- Ausgaben der verschiedenen Verlage

    So sieht´s aus. Die Karl May- Bände aus dem Tosa- Verlag waren in den 60ern die typische Kaufhausware. Die Bücher waren günstig und attraktiv gestaltet, kamen optisch aber nicht ganz an die "klassischen" Einbände aus dem Karl May Verlag, Bamberg, heran.
    Meine damaligen Bestände (alles Schenkungen meiner Verwandten zu Weihnachten oder zum Geburtstag) bestanden aus einer bunten Mischung von Bertelsmann- Ausgaben, Bänden des Tosa- Verlags und wenigen Ausgaben aus dem Karl May- Verlag.
    Letztere bekommt man heute recht günstig im Konvolut oder auch als Sammlung zu durchschnittlichen Stückpreisen um 2,-/ 3,- Euro pro Stück. Die älteren Leser sterben halt langsam weg, und die jüngeren interessieren sich nicht mehr dafür :| .
    Leider hat mich Karl May damals nie wirklich begeistern können, dafür hatte ich in den 60ern zu viele "Konkurrenzangebote" in Form der Schenkungen meiner Verwandten aus der DDR, z.B. den Kinderklassiker "Alfons Zitterbacke".

    17

    Freitag, 8. Juli 2016, 13:17



    1) Dawhud [...] ich kann es auch nach über 40 Jahren noch auswendig

    2) fand ich stets viel spannender als die um Winnetou und Old Shatterhand

    3) den Tod des edlen Rappen Rih habe ich mehr beweint als den des Indianers

    4) christliches Gesülze


    1) Nicht ganz ... Dawuhd ... :D

    2) ich auch

    3) Kara Ben Nemsi resp. Old Shatterhand resp. Karl May auch

    4) Jenun ... einiges ist "für die Galerie", für Verleger und Publikum, einiges aber auch "so recht aus dem tiefsten Herzensgrunde", man kann jeweils nur mutmaßen (oder spüren, fühlen ...) was jeweils wozu gehört ...