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    Sonntag, 13. November 2011, 13:21

    Fastnacht in 60ern

    Als Kinder waren wir Jungens: Cowboys,(Das Halstuch wurde anstatt eines Knotens, mit einer Streichholzschachtel gehalten, saublöde gemalte Schnurrbärte und Koteletten). Indianer, Ritter, Pirat oder Seemann. Einige Jahre später auch Zorro, Musketier, Robin Hood oder Supermann.

    Die Mädchen waren: Prinzessinnen , Marinenkäfer, Hula-Mädchen, Zigeunerin oder Pippi Langstrumpf.



    Als Jugendlicher bestand die Verkleidung aus einem alten Herrenoberhemd, in das Fransen geschnitten und mit Filzstift Namen von Beatgruppen darauf geschrieben wurden.

    In einem Jahr trug man noch einen Babyschnuller um den Hals oder im Mund. Das war total in.

    Auch ein Handgelenkschutz aus Leder mit 2 Schnallen, den man in der Apotheke kaufen musste war ein paar Jahre sehr beliebt. Es gab ja auch die breiten Uhrenarmbänder in der Art.

    Gehört zwar nicht in diese Rubrik, aber Freundschaftsringe aus Silber waren auch Mode, in dieser Zeit.

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    Sonntag, 13. November 2011, 17:55

    Zu Fasching gab es bei uns selbstgebackene Krapfen. Wenn wir am Rosenmontag aus der Schule kamen liefen im Fernseher die Faschingsumzüge aus Köln, Mainz und Düsseldorf. Das interessierte uns aber nicht besonders. Wir zogen schnell unsere Cowboy-Sachen an (Hut, Gürtel mit ein oder 2 Revolver) und rafften unsere Munition. Manche hatten dazu noch einen Sheriffstern, eine Maske oder malten sich mit Kohle einen Bart. Am Faschingsdienstag, wiederum nach der Schule, schulfrei gab es bei uns deswegen nicht, zogen wir in Gruppen durch das Dorf, gingen in die (wenigen) Geschäfte und riefen "Helau". Dort bekamen wir immer ein paar Süßigkeiten, beim Bäcker Brötchen und beim Metzger etwas Wurst. Nachmittags zogen wir uns dann in den Wald zurück, machten ein Lagerfeuer und verzehrten unsere Gaben.

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    Montag, 14. November 2011, 04:35

    D´r Zoch kütt !

    Trotz der Nähe zur Karnevalshochburg Düsseldorf hatten wir normalen Schulunterricht. Nach der Schule rannten wir nach Hause und verkleideten uns "standesgemäß", meist als Cowboys oder Indianer. Mein ganzer Stolz war damals ein Holster aus echtem Leder. Am frühen Nachmittag fand dann "D´r Zoch kütt" in unserer Kleinstadt statt, wobei wir reichlich "Kamelle" und nur wenig Schokolade abfingen. Geärgert haben wir uns über einige der ersten Gastarbeiter, die gelegentlich hinter uns standen und mit umgedrehten Schirmen einiges auffingen. Dies empfanden wir als äußerst "unsportlich" und gegen die Regeln. In späteren Jahren warfen wir einige der Kamellen auch wieder zurück, insbesondere und gern in die Trichter der Blasinstrumente, was die Musiker wiederum als "unsportlich" empfanden und Apfelsinennetze über ihre Instrumente spannten.

    Der Onkel meines Freundes Klaus- Peter stellte einen eigenen Festwagen, auf dem auch wir gerne mal mitgefahren wären. Aber ach, wir waren damals als Zugezogene noch keine originären Rheinländer (was einige von uns dann in späteren Jahren tatsächlich wurden), so daß die eine Mitfahrt "nicht drin" war. Schön war die Karnevalszeit für uns trotzdem, auch in den 70ern, als wir zum Feiern nach Düsseldorf oder (seltener) nach Köln fuhren. Köln war mit Abstand die größte Veranstaltung, bei der auch am meisten "geschmissen" wurde.

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    Samstag, 8. Juni 2013, 16:14

    Bernie: Ja, ich habe mich einmal als Marienkäfer und einmal als Pippi Langstrumpf verkleidet. Fasching war für mich immer das höchste. Es gab die Kinderparties von der Stadt und vom Kindergarten/Schule. Umzüge haben wir auch erlebt in Köln.

    Das ist ein Bild von mir im Kindergarten 1968, da gehe ich als Clown:


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