•         *[Home] *[Fernsehen] *[Bücher] * [Comics] *[Musik] *[Alltag] * [Zeitgeschichte] *[Über mich]

    Sie sind nicht angemeldet.

    Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das waren noch Zeiten!. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

    1

    Montag, 4. Juli 2011, 18:08

    Fernsehalltag

    Fernsehen war früher ein Familienerlebnis. Die ganze Familie versammelte sich vor dem Fernsehgerät, um den Adventsvierteiler, den Kommissar, Ein Platz für Tiere oder Was bin ich? zu sehen.

    Meine Großeltern bekamen zu Weihnachten 1960 ihren ersten Fernseher. Wir waren dort öfter zum Fernsehen zu Besuch. Aber leider nicht nur wir. Da Fernsehgeräte noch selten waren, versammelte sich Sonntag nachmittags die halbe Nachbarschaft im Wohnzimmer meiner Großeltern. Zum Sofa und Sessel mussten noch Stühle aus der Küche geholt werden. Die meisten waren schon ältere Leute und quatschten munter drauf los. Es gab Kaffee und Kuchen, geraucht wurde auch noch und das Wohnzimmer glich eher einem überfüllten Cafe. Vom Fernsehen war kaum ein Wort zu verstehen.

    Wir bekamen unseren Fernseher etwa 4 Jahre später. Er stand bei uns in der Wohnküche. Dort wurde nicht nur gekocht, gebacken und gegessen, sondern auch gewaschen, auf dem großen Tisch wurde Mensch ärgere dich nicht gespielt und die Schulaufgaben gemacht. In dem Mietshaus wohnte auch ein älterer Junge (ich habe zwar nicht mit ihm gespielt, ab wir tauschten unsere Comics untereinander), der hin- und wieder auch bei uns fernsah. Leider traute er sich nicht alleine und brachte immer seine Mutter mit. Die war die ganze Zeit am quatschten, gab dem Kommissar Tipps, warnte die Zebras vor den Löwen oder meinte beim Quiz den Kanditaten die Lösung (die eingeblendet wurde) verraten zu müssen. Wenn es zum Fernsehen nichts zu sagen gab, wurde halt der neueste Klatsch erzählt.

    Fernsehen war damals nicht nur ein Familien- häufig sogar noch ein gesellschaftliches Ereignis.

    2

    Montag, 25. Juli 2011, 17:23

    Als ich noch klein war, hatte nur meine Oma einen Fernseher, meine Eltern noch nicht. Die haben dann auch bei meiner Oma ferngesehen. Damals gab es nur das Erste. Nachmittags kam Kinderstunde, davor kam aber noch so eine Art Englischkurs, mit einem Pärchen namens Walter und Connie. Nach der Kinderstunde dann Nachrichten, und anschließend die Vorabendsendungen, auch das Intermezzo genannt. Um 20 Uhr dann die Nachrichten, und anschließend das Abendprogramm. Später hatten dann auch meine Eltern einen Fernseher, das war eine Fernsehtruhe von Graetz, mit einer Schiebetür, die man abschließen konnte. Damit konnte man auch das zweite und dritte Programm empfangen, und noch einen oder zwei belgische Sender (vermutlich den von den belgischen Streitkräften, die waren ja damals noch in Köln vertreten). Da kam die Oma dann zu meinen Eltern fernsehen, wenn sie was im Zweiten sehen wollte. Damals ging das dann auch los mit all diesen schönen Vorabendserien im Zweiten.

    3

    Sonntag, 14. August 2011, 19:25

    Fernsehalltag ...

    ...begann für uns im Jahre 1959 mit einem s/w - Gerät, das nur für ein Programm ausgelegt war. Erst 1966 bekamen wir dann eine neue Flimmerkiste, mit der auch das ZDF empfangen werden konnte. Das hatte bis dahin zur Folge, daß ich Samstagsnachmittags zu meinen Kumpels gepilgert bin, um dort "Flipper" sehen zu können. Auch die beiden ersten Adventsvierteiler ("Robinson" und "Don Quichote") habe ich dadurch verpaßt.

    Langweilig fand ich damals Teile der Kinderstunde mit BR- Redakteurin Erika Saucke, die recht langatmig eine Art Studio- Kindergarten mit Basteleien und ähnlichem abhielt.

    Toll fand ich dagegen "Sport-Spiel- Spannung", damals mit Klaus Havenstein, weniger wegen des Sportteils, der mich nicht interessierte, sondern wegen der Disney- Cartoons, die zum Schluß der Sendung gezeigt wurden. Die waren im Fernsehen damals noch eine Seltenheit.

    Absolutes Highlight und ein "Muß" für mich als Kind die Sendung "Wir warten auf´s Christkind", um 1965/ 66 mit James Krüss und Hans Clarin !

    4

    Freitag, 19. August 2011, 23:49

    Damit, dass es mehrere Programme gab, wenn auch noch nicht viele, ging aber auch der Streit ums Fernsehprogramm los. Jedenfalls als wir nicht mehr mit der Oma unter einem Dach wohnten. Wenn Sport im Fernsehen kam, wurde Sport geguckt, da setzte mein Vater sich durch, und der Rest maulte dann. Und manchmal kriegten meine Eltern dann auch Krach.

    5

    Samstag, 20. August 2011, 17:26

    Sportschau und Daktari. Beides lief Samstags 17:45 Uhr. Da gab es auch oft Diskussionen, abhängig von den Spielpaarungen in der Bundesliga.

    6

    Samstag, 20. August 2011, 18:01

    Bei uns hat das sogar dazu geführt, dass schon sehr bald ein Zweitgerät angeschafft wurde, so ein kleiner tragbarer Fernseher, der stand dann in der Küche. Da schaute mein Vater dann seinen Sport, der saß nämlich ganz gerne in der Küche. Und wir übrigen hatten dann das Wohnzimmer für uns. Später, beim Abendprogramm, schauten wir dann wieder zusammen, und da schlief mein Vater dann meistens auf der Couch ein, und wir mussten dann beim Fernsehen das Schnarchen als Nebengeräusch ertragen.

    7

    Montag, 22. August 2011, 18:16

    Fernsehen war bei uns - wie so vieles - kein Familienereignis. Während unser Nesthäkchen - der verspätete Pillenpausenunfall - zusammen mit den Eltern im Wohnzimmer vor der Farb-Glotze verbringen durfte, hatten wir drei ältesten unseren "eigenen" s/w-Fernseher, vor den wir uns zurückzuziehen hatten.

    8

    Samstag, 27. August 2011, 23:02

    Streß mit der "Raumpatrouille"

    Ich kann mich nur an einen einzigen Fall erinnern, in dem ich - damals 9 Jahre alt- Streß mit meinen Eltern wegen der "richtigen" Programmauswahl hatte. 1966 lief die "Raumpatrouille - die Abenteuer des Raumschiffs Orion" in ARD -Erstausstrahlung. Mein Vater hatte erst kürzlich einen neuen Fernseher für BEIDE Programme erstanden und hatte kein Interesse an SF, was mich zu erregten Diskussionen mit beiden Elternteilen und wohl auch nachfolgend zu Tränen hinriß. Leider ohne Ergebnis. Die Serie wurde damals u.a. in der "Hör Zu" groß angekündigt, so daß meine Erwartungen entsprechend hoch waren.

    Verwandte haben sich dann später abfällig über den "Wehrmachtsjargon" von Dietmar Schönherr geäußert, der Kindern doch wohl vorenthalten werden sollte. Einige Zeit später wurde die Serie wiederholt, so daß ich doch noch alle Folgen sehen konnte. Faszinierend fand ich die optische Darstellung der Frogs, die Bügeleisen und Badezimmerarmaturen habe ich dagegen damals noch nicht erkannt, da fehlte mir als Kind wohl der "kritische" Blick.

    9

    Montag, 29. August 2011, 16:22

    "Raumpatrouille - die Abenteuer des Raumschiffs Orion" war eines der Highlights meiner Fernsehzeit. Da die Erstaustrahlung Samstag abends ab 20:15 Uhr lief, durfte ich sie schon sehen. Faszinierend war neben den Frogs der Unterwasserstart der Orion. Die Sendung war natürlich jedesmal das Gesprächsthema Nr. 1 unter uns Jungs. Die recht simple Ausstattung mit Bügeleisen und Wasserhähnen sowie die billigen Zeichentrickelemente (vor allem bei den Frog-Raumschiffen) fielen mir erst als Erwachsener auf. Damals war das pures Hightech. Es war aber auch die erste und für lange Zeit (bis zu Raumschiff Enterprise in den 70ern) die letzte SF-Serie im deutschen Fernsehen. Selbstverständlich habe ich auch 1968 die Wiederholungen gesehen.

    10

    Dienstag, 8. November 2011, 13:24

    RE: Fernsehalltag ...

    ...begann für uns im Jahre 1959 mit einem s/w - Gerät, das nur für ein Programm ausgelegt war. Erst 1966 bekamen wir dann eine neue Flimmerkiste, mit der auch das ZDF empfangen werden konnte. Das hatte bis dahin zur Folge, daß ich Samstagsnachmittags zu meinen Kumpels gepilgert bin, um dort "Flipper" sehen zu können. Auch die beiden ersten Adventsvierteiler ("Robinson" und "Don Quichote") habe ich dadurch verpaßt.

    Langweilig fand ich damals Teile der Kinderstunde mit BR- Redakteurin Erika Saucke, die recht langatmig eine Art Studio- Kindergarten mit Basteleien und ähnlichem abhielt.

    Toll fand ich dagegen "Sport-Spiel- Spannung", damals mit Klaus Havenstein, weniger wegen des Sportteils, der mich nicht interessierte, sondern wegen der Disney- Cartoons, die zum Schluß der Sendung gezeigt wurden. Die waren im Fernsehen damals noch eine Seltenheit.

    Absolutes Highlight und ein "Muß" für mich als Kind die Sendung "Wir warten auf´s Christkind", um 1965/ 66 mit James Krüss und Hans Clarin !



    Wie ich schon mal geschrieben habe, begann das Nachmittagsprogramm mit;

    Clemens Wilmenroth kocht, dann

    Turnen mit Adalbert Dickhut, dann

    Basteln mit Tante Erika, dann

    Louis Trenker erzählt: ( wenn er mit dem Vater auf dem Berg war) dann endlich,

    Sport, Spiel, Spannung mit einer Folge: Prinz Eisenherz

    manchmal auch: Wir Kinder aus Bullerbü ( Wie Lasse in den Teich fällt, Spannung pur oder ?)

    Auch kamen: Die Höhlenkinder.

    Die Kids heute wurden den Fernseher anzünden, bei dem Programm!!!!

    11

    Dienstag, 8. November 2011, 17:47

    Louis Trenker erzählt

    Soweit ich mich erinnere, erschien der gute Louis in den 60ern immer Samstags Nachmittag auf der Mattscheibe. Möglicherweise vor für mich interessanteren Serien wie "Time Tunnel" o.ä. Gut erinnern kann ich mich noch an Trenkers wildes Gestikulieren während der Sendung und die immer wiederkehrenden Floskeln wie : " Als i noch a junger Burrsch war... uuund dann passierte das und das...". Berücksichtigen muß man, das Louis Trenker damals noch einen sehr hohen Bekanntheits- und Popularitätsgrad besaß, vor allem natürlich durch seine Filme wie "Berge in Flammen", "Der verlorene Sohn" usw. Verstanden habe ich als Kind wohl nur die Hälfte seiner Aussagen. Für Nostalgiker sind eine Reihe seiner Sendungen vor einiger Zeit im BR- Spartenkanal wiederholt worden und auch bei youtube abrufbar. Schon allein aus Kuriositätsgründen durchaus sehenswert.

    12

    Mittwoch, 9. November 2011, 22:58

    Später wurde es dann sozusagen Mode, Leute wie ihn zu verteufeln, weil sie halt auch zwischen 1933 und 45 ihrem Beruf nachgegangen sind ...

    13

    Mittwoch, 9. November 2011, 23:01

    RE: RE: Fernsehalltag ...

    Die Kids heute wurden den Fernseher anzünden, bei dem Programm!!!!
    Was weniger gegen das damalige Programm als gegen die "Kids" von heute spricht ... (und den unseligen aktuellen Zeitgeist)

    14

    Mittwoch, 9. November 2011, 23:25

    Irgendwo kam da doch auch noch eine Englisch-Lektion mit Walter und Connie. Daran erinnere ich mich noch, ich habe dabei meine ersten paar Brocken Englisch gelernt, noch bevor wir Englisch in der Schule hatten.

    15

    Donnerstag, 10. November 2011, 06:59

    "Wir lernen Englisch" hieß die Sendung, wenn ich mich recht erinnern kann. Sie lief im Ersten, relativ früh am Samstag nachmittag vor der Kinderstunde.

    16

    Dienstag, 15. November 2011, 19:19

    Später wurde es dann sozusagen Mode, Leute wie ihn zu verteufeln, weil sie halt auch zwischen 1933 und 45 ihrem Beruf nachgegangen sind ...
    Wohl wahr, und je länger diese Zeit zurückliegt, desto größer wird die Zahl der heutigen "Widerstandskämpfer". Dieser Spruch stammt übrigens nicht von mir, sondern dem mittlerweile verstorbenen Johannes Gross. Wie recht er hatte !

    17

    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:36

    Väter der Klamotte war meine Lieblingssendung.

    18

    Donnerstag, 29. August 2013, 10:07



    Das Dunkle hinter mir und meinem Hund war unser alter Fernseher. Ich weiß nicht, ob es daran lag dass er sich vielleicht erhitzt hat darin (die ganze Truhe war der Fernseher) oder ob die Technik einfach noch nicht so weit war. Jedenfalls fingen die Bilder gelegentlich an zu "laufen", also sich von oben nach unten zu bewegen, hatten einen Strich oder flackerten. Dann hat mein Vater immer mal kräftig draufgehauen und es ging wieder. Trotzdem war irgendwann die Bildröhre hin und er hat sie ausgebaut und auf der Koppel in die Luft gejagt. Dann hat er aus dem Rest ein Schränkchen gemacht und wir haben uns den kleinen Portable gekauft der auf dem Foto oben drauf steht. Da musste man immer noch den Kanal einstellen. Außerdem verlangte jeder Sender eine andere Ausrichtung der Zimmerantenne - ein Glück dass wir nur drei Sender hatten. Bei schlechtem Wetter konnten wir allerdings damit überhaupt nichts mehr sehen (dann war auch auf dem Bildschirm nur Schnee) und wir haben stattdessen Mensch-ärgere-dich-nicht oder so gespielt.

    19

    Donnerstag, 29. August 2013, 17:38

    Fernsehantennen damals und heute

    Ich kann mich auch noch dunkel daran erinnern, daß an unserer ersten "Glotze" von 1958/ 59 zunächst eine Zimmerantenne angeschlossen war. Unser Vermieter installierte um 1960 dann eine Dachantenne, an die wir unser Gerät auch anschließen konnten.
    Bis in die 80er sah man dann ganze "Antennenwälder" auf den Dächern, bis diese durch Kabelanschlüsse und/ oder "Schüsseln" weitgehend verdrängt wurden.

    20

    Freitag, 30. August 2013, 07:53

    Zum Schluß hatten wir auch eine Dachantenne, aber das war sehr viel später. Es war ja unser eigenes Haus und so musste mein Vater sie auf dem Dach anbringen.