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    Sonntag, 28. März 2021, 14:09

    Urlaubsreisen

    Von 1956 - 1963 fuhren meine Eltern regelmäßig mit mir in Urlaub. Vater hatte einen VW-Käfer, war eines der ersten Autos in unserer Strasse. Anfangs ging es nur an die Mosel, da begleitete uns noch Opa (mütterlicherseits). Vaters Eltern und ein Teil seiner vielen Geschwister waren bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen.
    In einem solchen Urlaub, es mag um 1958 gewesen sein, lernte ich die Tochter der Hauswirtin kennen. Unsere Unterkünfte waren stets in Privatpensionen, Hotels waren viel zu teuer. Das erste Mal sah ich Marita beim Bettenmachen in den Gästezimmern. Sie war schlicht gekleidet, hatte kurzgeschnittene Haare, so eine Art Pagenfrisur, und war wohl in meinem Alter. Sie zeigte mir einen großen Raum, in dem man Tischtennis spielen konnte. Da waren auch noch mehr Kinder von anderen Gästen. Aber ich hatte, weiß nicht mehr warum, nur Augen für M. Dass ich sie am darauffolgenden Tag nirgends entdecken konnte, machte mich ganz unruhig. Ich erfuhr, dass sie auf dem Feld mithelfen musste. Groß war meine Freude, als sie mich Tage später aufforderte, sie zum Kartoffelacker zu begleiten. Meine ahnungslosen Eltern gestatteten den Ausflug mit dem "tüchtigen" Mädchen.

    Nach einer Zeit des Kartoffelklaubens in bereitgestellte Körbe, dem Einsammeln von vielen Kartoffelkäfern, setzten wir uns zu einer Pause auf eine Holzbank, die umrahmt von einer hohen Hecke am Ackerrand stand. Plötzlich schwirrte mich eine Biene, Wespe oder etwas ähnliches an, und ich duckte mich erschrocken. Da nahm sie meine Hand und beruhigte mich. Der Händedruck war warm und tat mir unendlich gut. Mehr war nicht!
    Die Tagen vergingen, ich durchlebte mit ihrer Gesellschaft noch manch bäuerliche Pflicht, und zu meiner Freude habe ich noch heute ein Foto von uns beiden mit einer Kuh in der Mitte.

    An das Ende dieser sommerheißen Tage erinnere ich mich noch. Meine Eltern hatten sich verabschiedet, Marita war nicht da. Wir saßen schon im Auto und fuhren los, da sah ich vom Rücksitz aus, wie sie aus dem Fenster im 1. Stock winkte. Und irgendwie war mein Herz ganz schwer.

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    Mittwoch, 31. März 2021, 17:46

    RE: Urlaubsreisen

    Ehrlich gesagt, Urlaube mit meinen Eltern waren immer ganz fuerchterlich, weil meine Muter und ich absolut nicht miteinander klar kamen.

    Irgendwann durfte ich dann die Sommerferien stets bei meiner Oma in Schwabing/Muenchen verbringen, und meine Eltern fuhren zum Glueck allein ans Mittelmeer.

    Endlich hatte ich Frieden, Freiheit und Freizeit! :D

    Fast jeden Tag ging ich ins Kino oder in den Englischen Garten oder ins Citta2000 an der Leopoldstrasse.
    Vor diesen gluecklichen Jahren fuhren meine Eltern ab ca. 1961 oder 1962 mit mir in die Schweiz oder nach Oesterreich in Urlaub. Da war ich 6 oder 7 Jahre alt.

    Dort wohnten wir auf einem Bauernhof. Ich war fasziniert von den Tieren.
    Sonntags trug die Baeuerin immer ihre schoene Tracht.
    Was mir an den Urlauben besonders missfiel: meine Eltern brachten ihre Raeder mit, und mein Rad hatte zu dem Zeitpunkt noch Stuetzraeder, damit kam ich nicht annaehernd so schnell vorwaerts wie sie.
    Die beiden einzigen positiven Urlaube MIT Eltern, die ich in Erinnerung habe, war 1968 in den Herbstferien der Trip nach Amsterdam, nachdem ich zum 13. Geburtstag das "Tagebuch der Anne Frank" erhalten hatte, und das Anne Frank Haus an der Prinsengracht besuchen wollte.
    Und 1972 fuhren wir Ostern fuer eine Woche nach Paris, wo ich fuer meine Eltern (die in der Schule nur Latein und Russisch als Fremdsprachen hatten) dolmetschte.
    Paris ist bis heute meine Lieblingsstadt in Europa (daran konnte auch ein Wochenende in Rom im Dezember 2008 nichts aendern).
    Im Urlaub verliebt habe ich mich 1970 auch, aber das hatte ich bereits vor ein paar Jahren geschildert.
    Von 1956 - 1963 fuhren meine Eltern regelmäßig mit mir in Urlaub. Vater hatte einen VW-Käfer, war eines der ersten Autos in unserer Strasse. Anfangs ging es nur an die Mosel, da begleitete uns noch Opa (mütterlicherseits). Vaters Eltern und ein Teil seiner vielen Geschwister waren bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen.
    In einem solchen Urlaub, es mag um 1958 gewesen sein, lernte ich die Tochter der Hauswirtin kennen. Unsere Unterkünfte waren stets in Privatpensionen, Hotels waren viel zu teuer. Das erste Mal sah ich Marita beim Bettenmachen in den Gästezimmern. Sie war schlicht gekleidet, hatte kurzgeschnittene Haare, so eine Art Pagenfrisur, und war wohl in meinem Alter. Sie zeigte mir einen großen Raum, in dem man Tischtennis spielen konnte. Da waren auch noch mehr Kinder von anderen Gästen. Aber ich hatte, weiß nicht mehr warum, nur Augen für M. Dass ich sie am darauffolgenden Tag nirgends entdecken konnte, machte mich ganz unruhig. Ich erfuhr, dass sie auf dem Feld mithelfen musste. Groß war meine Freude, als sie mich Tage später aufforderte, sie zum Kartoffelacker zu begleiten. Meine ahnungslosen Eltern gestatteten den Ausflug mit dem "tüchtigen" Mädchen.

    Nach einer Zeit des Kartoffelklaubens in bereitgestellte Körbe, dem Einsammeln von vielen Kartoffelkäfern, setzten wir uns zu einer Pause auf eine Holzbank, die umrahmt von einer hohen Hecke am Ackerrand stand. Plötzlich schwirrte mich eine Biene, Wespe oder etwas ähnliches an, und ich duckte mich erschrocken. Da nahm sie meine Hand und beruhigte mich. Der Händedruck war warm und tat mir unendlich gut. Mehr war nicht!
    Die Tagen vergingen, ich durchlebte mit ihrer Gesellschaft noch manch bäuerliche Pflicht, und zu meiner Freude habe ich noch heute ein Foto von uns beiden mit einer Kuh in der Mitte.

    An das Ende dieser sommerheißen Tage erinnere ich mich noch. Meine Eltern hatten sich verabschiedet, Marita war nicht da. Wir saßen schon im Auto und fuhren los, da sah ich vom Rücksitz aus, wie sie aus dem Fenster im 1. Stock winkte. Und irgendwie war mein Herz ganz schwer.

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    Mittwoch, 7. April 2021, 18:25

    1964, in den Sommerferien, fuhr ich das letzte Mal mit den Eltern in Urlaub. Irgendwo in der Nähe von Freudenstadt im Schwarzwald war unsere Pension. An einem der letzten Urlaubstage meinte unsere Wirtin, dass da so eine komische Gestalt ums Haus schleichen würde. Diese komische Gestalt stellte sich als mein guter Schulfreund Günter heraus, der von zuhause aus recht "frei gehalten", zu uns getrampt war. Sein Aussehen war in meinen Augen natürlich nicht komisch: Schlabberjeans, Turnschuhe und bedrucktes T-Shirt reichten den Erwachsenen schon aus, um ihn so zu bezeichnen.

    Meine Mutter meinte später immer, er hätte mir den Floh ins Ohr gesetzt, ihn auf seiner Tramptour zu begleiten. Mag sein, aber er rannte offene Türen ein. Ich war nicht davon abzuhalten, und dem gemeinsamen Druck zweier Pubertierender waren meine Eltern nicht gewachsen. Dem Gejammer meiner Mutter machte schließlich ein Machtwort meines Vaters ein Ende: "Dann soll er halt gehen". Allerdings war unser angegebenes Ziel auch keine Weltreise, sondern sollte uns nur nachhause, in dem Falle zu Günters Eltern bringen. Dort könnte ich bleiben, bis meine Leute wieder heimkehrten.

    Zunächst aber trampten wir nach Freudenstadt, erregten genußvoll mit einer 2-Liter-Lambruscoflasche auf dem Kurplatz Aufregung und hängten unsere Füße in einen Brunnen.

    An einer Tankstelle in der Nähe eines Autobahnzubringers sprachen wir mehrere Fahrer an. Es dauerte aber ewig, bis uns einer bis Frankfurt mitnahm. Da es schon dunkel und zu spät zum weiterreisen war, gingen wir am Hauptbahnhof ins AKI. Kann mich nicht mehr ans Programm erinnern, weiß nur, dass ich schnell eingeschlafen bin. Sonne, Rotwein und wahrscheinlich doch etwas Stress hatten mich geschafft.

    Als wir das Kino verliessen, war es schon hell. Ein paar Brötchen und `ne Fanta konnten wir uns leisten, dann stromerten wir durch die Stadt, bis wir die ersten Schilder Richtung Köln sahen. Wir stellten uns frech an einen Zubringer, waren aber nicht allein. Da hielt ein Haufen anderer Trampwilliger Schilder mit ihren Zielorten hoch.

    Wir trabten nach einiger Zeit wieder zurück, hatten wir doch auf dem Herweg einige LKws auf einem Parkplatz bemerkt. Einige Fahrer standen in Grüppchen beieinander und liessen sich von uns anquatschen. Ein Italiener endlich ging auf unseren Mitnahmewunsch ein, und nach ein paar Stunden betraten wir Kölner Boden.

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    Donnerstag, 8. April 2021, 10:04

    Ich ging im SChwarzwald in der Naehe von Freudenstadt ins Internat, in Altensteig.
    Lambrusco hatte ich total vergessen. War das nicht so ein perlender Rotwein?
    Bekommt man den heute noch?
    Ich trampte im Schwarzwald auch hin und wieder, stieg allerdings nur zu Frauen ins Auto.
    1964, in den Sommerferien, fuhr ich das letzte Mal mit den Eltern in Urlaub. Irgendwo in der Nähe von Freudenstadt im Schwarzwald war unsere Pension. An einem der letzten Urlaubstage meinte unsere Wirtin, dass da so eine komische Gestalt ums Haus schleichen würde. Diese komische Gestalt stellte sich als mein guter Schulfreund Günter heraus, der von zuhause aus recht "frei gehalten", zu uns getrampt war. Sein Aussehen war in meinen Augen natürlich nicht komisch: Schlabberjeans, Turnschuhe und bedrucktes T-Shirt reichten den Erwachsenen schon aus, um ihn so zu bezeichnen.

    Meine Mutter meinte später immer, er hätte mir den Floh ins Ohr gesetzt, ihn auf seiner Tramptour zu begleiten. Mag sein, aber er rannte offene Türen ein. Ich war nicht davon abzuhalten, und dem gemeinsamen Druck zweier Pubertierender waren meine Eltern nicht gewachsen. Dem Gejammer meiner Mutter machte schließlich ein Machtwort meines Vaters ein Ende: "Dann soll er halt gehen". Allerdings war unser angegebenes Ziel auch keine Weltreise, sondern sollte uns nur nachhause, in dem Falle zu Günters Eltern bringen. Dort könnte ich bleiben, bis meine Leute wieder heimkehrten.

    Zunächst aber trampten wir nach Freudenstadt, erregten genußvoll mit einer 2-Liter-Lambruscoflasche auf dem Kurplatz Aufregung und hängten unsere Füße in einen Brunnen.

    An einer Tankstelle in der Nähe eines Autobahnzubringers sprachen wir mehrere Fahrer an. Es dauerte aber ewig, bis uns einer bis Frankfurt mitnahm. Da es schon dunkel und zu spät zum weiterreisen war, gingen wir am Hauptbahnhof ins AKI. Kann mich nicht mehr ans Programm erinnern, weiß nur, dass ich schnell eingeschlafen bin. Sonne, Rotwein und wahrscheinlich doch etwas Stress hatten mich geschafft.

    Als wir das Kino verliessen, war es schon hell. Ein paar Brötchen und `ne Fanta konnten wir uns leisten, dann stromerten wir durch die Stadt, bis wir die ersten Schilder Richtung Köln sahen. Wir stellten uns frech an einen Zubringer, waren aber nicht allein. Da hielt ein Haufen anderer Trampwilliger Schilder mit ihren Zielorten hoch.

    Wir trabten nach einiger Zeit wieder zurück, hatten wir doch auf dem Herweg einige LKws auf einem Parkplatz bemerkt. Einige Fahrer standen in Grüppchen beieinander und liessen sich von uns anquatschen. Ein Italiener endlich ging auf unseren Mitnahmewunsch ein, und nach ein paar Stunden betraten wir Kölner Boden.

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    Sonntag, 11. April 2021, 18:16

    Lambrusco & trampen

    Wenn ich mich recht erinnere, war der Lambrusco schon wegen des Preises sehr beliebt. Eine 2-Liter Flasche gab es beim Discounter schon für unter 2 DM (oder 3?) . Penner nannten diese Gebinde "Bomben". Die Qualität garantierte einen dicken Kopf, ein fürchterliches Zeug. Es soll aber auch recht gute Weine aus dieser Traube hergestellt werden. Ich persönlich hatte in jungen Jahren mit Alkohol keiner Verträge, meine Droge waren Zigaretten.

    Trampen war damals meine bevorzugte von Ort zu Ort Fortbewegung. Vor der Bushaltestelle den Daumen raus, und wenn das nicht geklappt hat, dann eben doch der Bus. Die längste Strecke war Frankfurt-Amsterdam mit Freundin und einem Zelt auf dem Buckel. Im Gegensatz zur Hinreise, die völlig problemlos verlief (2 PKW und wir standen nächstens vor dem Paradiso) verlief die Rückreise eher abenteuerlich, im strömenden Regen über einen Autobahnzubringer laufen, falsche Route etc. . Ich sagte damals, dass wir das eines Tages unseren Enkeln erzählen können. Ich hab das Mädchen bereits damals aus den Augen verloren, aber ich habe es bis jetzt meinen Enkeln noch nicht erzählt, nicht dass die das auch mal machen wollen :D

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    Sonntag, 11. April 2021, 19:09

    Jo, Armin, der Lambrusco war billig und entsprach dem Taschengeldniveau. Alkoholausrutscher hatte ich zu der Zeit nur wenige, es bekam mir nicht so gut. Ich weiss nur noch von zwei derartigen Begegnungen der flüssigen Art. Einmal während einer Schullandfahrt nach Trier, da war`s der Federweiße von einer Weinbude an der Mosel. Mit Folgen! Das andere Mal flipperten wir in Köln in einer Kneipe um Kölsch, und ich gewann sooft, dass da nachher eine ganze Gruppe von vollen Gläsern stand. Die konnte ich kaum bezwingen, konnte sie aber auch nicht ablehnen. Da hätte ich Gesicht verloren (ja, so bekloppt dachten wir. Aber ist es heute soviel anders?).

    Das Rauchen hatte ich schon sehr früh begonnen. Anfangs Ernte23 - 12 Stück für 1 DM - , dann später HB. Erst 2018 habe ich mit dem Shit aufgehört.
    Amsterdam war auch einmal Endpunkt einer Solotramptour. Eigentlich wollte ich nach Marseille, stand aber stundenlang vergeblich am Zubringer. Als endlich einer hielt, der bis Amsterdam fuhr, disponierte ich kurzerhand um und kam zu einer Zeit dort an, als die Jugendherberge schon dicht hatte. Da stapfte ich durch die unbekannte Stadt und verkroch mich, als ich müde wurde, mit meinem Rucksäckel in der Uferbepflanzung einer Gracht. Gottseidank war`s trocken und ziemlich warm. Am nächsten, sehr frühen Morgen schlenderte ich neugierig durch die Strassen, geriet in De Wallen, wo die Mädels schon emsig bei der Arbeit waren. Die interessierten mich aber weniger. Toll fand ich die vielen langhaarigen Kerle, die poppigen Modeläden, wo ich eine John-Lennon-Cap erwarb, und die extrovertierten Meisjes.

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    Montag, 12. April 2021, 10:19

    Nach einem aeusserst schlimmen Kater in Daenemark, wo wir mit Freunden ein Haus ueber die Feiertage gemietet hatten und am Abend vor der Heimfahrt nach Germany die Reste austrinken mussten (statt sie einfach wegzukippen!), war ich mit Mitte 20 vom Alkohol kuriert.
    Beim Rauchen hatte ich noch mehr Glueck, das gewoehnte ich mir bereits mit nur 4 Jahren ab. :D

    Ich nervte meine Mutter so lange, bis sie mich an ihrer Salem Zigarette ziehen liess. Davon wurde mir richtig schlecht und ich hustete und hustete. Einmal und nie wieder.
    Einen groesseren Gefallen konnte mir meine Mutter nicht tun!
    Jo, Armin, der Lambrusco war billig und entsprach dem Taschengeldniveau. Alkoholausrutscher hatte ich zu der Zeit nur wenige, es bekam mir nicht so gut. Ich weiss nur noch von zwei derartigen Begegnungen der flüssigen Art. Einmal während einer Schullandfahrt nach Trier, da war`s der Federweiße von einer Weinbude an der Mosel. Mit Folgen! Das andere Mal flipperten wir in Köln in einer Kneipe um Kölsch, und ich gewann sooft, dass da nachher eine ganze Gruppe von vollen Gläsern stand. Die konnte ich kaum bezwingen, konnte sie aber auch nicht ablehnen. Da hätte ich Gesicht verloren (ja, so bekloppt dachten wir. Aber ist es heute soviel anders?).

    Das Rauchen hatte ich schon sehr früh begonnen. Anfangs Ernte23 - 12 Stück für 1 DM - , dann später HB. Erst 2018 habe ich mit dem Shit aufgehört.
    Amsterdam war auch einmal Endpunkt einer Solotramptour. Eigentlich wollte ich nach Marseille, stand aber stundenlang vergeblich am Zubringer. Als endlich einer hielt, der bis Amsterdam fuhr, disponierte ich kurzerhand um und kam zu einer Zeit dort an, als die Jugendherberge schon dicht hatte. Da stapfte ich durch die unbekannte Stadt und verkroch mich, als ich müde wurde, mit meinem Rucksäckel in der Uferbepflanzung einer Gracht. Gottseidank war`s trocken und ziemlich warm. Am nächsten, sehr frühen Morgen schlenderte ich neugierig durch die Strassen, geriet in De Wallen, wo die Mädels schon emsig bei der Arbeit waren. Die interessierten mich aber weniger. Toll fand ich die vielen langhaarigen Kerle, die poppigen Modeläden, wo ich eine John-Lennon-Cap erwarb, und die extrovertierten Meisjes.