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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 15:07

    Durbridge-'Straßenfeger'

    Kürzlich lief an einem Abend das komplette 'Halstuch'. Da das seinerzeit sozusagen das Großereignis für die gesamte Fernsehnation war, war ich recht gespannt das noch einmal zu sehen. Und war einigermaßen enttäuscht. Nunja, nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes ... Recht hölzern ... Da kann doch jede 'Kommissar'-Folge (die Serie mit Erik Ode) mithalten, oder ?

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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:06

    "Das Halstuch" gestern und heute

    Den Durbridge - Straßenfeger von Anno 1962 habe ich mir auch zu ca. 2/3 angesehen.
    Nun ja, er war halt das Highlight dieses Jahres für die Generation meiner Eltern. Wir haben da heute etwas andere Ansprüche und Sehgewohnheiten. Damals gab´s nur ein Programm, und derartige Verfilmungen hatten "Ereignischarakter". Nicht wenige hatten damals noch gar keinen Fernseher und sind in Gaststätten oder zu Freunden und Verwandten gegangen.
    Die schauspielerische Besetzung war für mich sehr gut, mit den bekannten Größen dieser Zeit. Woran wir nicht mehr gewöhnt sind, sind die szenischen Längen mancher Handlungsabläufe. Darauf muß man sich aber einstellen, wenn man sich viele Fernsehspiele dieser Zeit anschaut. Bereut habe ich das Anschauen eines Stücks Fernsehgeschichte (die Einschaltquote lag damals bei sagenhaften 89 %) nicht, die DVD dazu würde ich mir allerdings nicht kaufen.

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    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:27

    Die DVDs, es gibt ja mehrere, auch zu "Melissa", "Das Messer" u.a., werde ich mir nun auch nicht kaufen, ursprünglich hatte ich damit geliebäugelt.

    In Sachen szenische Längen mancher Handlungsabläufe bin ich nicht zimperlich, wenn es "trägt" (und schlecht war's nicht.) ... Spontan fällt mir der Spielfilm "Der Totmacher" mit Götz George und Jürgen Hentsch ein, der spielt zwei Stunden in einer Zelle und es wird nur gesprochen ... Ganz großartig. Oder alte Filme, 'Unter den Brücken', da brauchen Raddatz und die Schroth nur am Tisch sitzen und sich ansehen, das ist viel spannender als wenn sie wie in modernen Inszenierungen gleich übereinander herfallen würden ...

    4

    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:29

    Mit Heinz Drache, Helmut Lange, ein Schwarzweißschinken. Wär wohl eher nichts für mich, aber damals war es offenbar der Kracher.

    5

    Mittwoch, 19. Juni 2013, 17:38

    Lange fiel mir insofern angenehm auf, als daß ich ihn als interessanten Darsteller gar nicht so "auf der Pfanne" hatte, ich habe ihn seinerzeit mehr in Sachen "Kennen Sie Kino" (eine Sendung, die er moderierte) wahrgenommen und als [wenn ich mich recht erinnere etwas farblosen] 'Lederstrumpf' kaum in Erinnerung behalten.

    6

    Donnerstag, 20. Juni 2013, 20:21

    Also ich bin immer noch ein Fan der alten 60er-Jahre Fernsehkrimis. In der Straßenfeger-Reihe oder von Pidax sind da viele, durchaus sehenswerte Krimis veröffentlicht worden. Vieles hat zwar eher den Charakter einer Theateraufführung, ist aber oft tiefsinniger und spannender als Vieles was da ab den 70ern in dieser Richtung aus den USA herübergeschwappt ist.
    Und der Kommissar ist irgendwie immer noch Kult.

    7

    Freitag, 21. Juni 2013, 08:38

    Immer wieder schön

    Ob das Halstuch,Melissa, das Messer, die Schlüssel, Babeck oder der Tod läuft hinterher sind für mich immer noch ein wichtiger Teil der 60er Jahre Fernsehgeschichte.

    Wenn zeitlich möglich, schaue ich mir auch heute noch gerne die Folgen an. Das diese Serien oft nur in schwarz/weiß produziert wurden ist völlig in Ordnung. Viele der Edgar Wallace Filme haben dadurch noch mehr Überzeugungskraft und Spannung ( z. B. Szenen im Nebel auf Friedhöfen oder im Hafen. Freue mich auch immer bestimmte Schauspieler wieder zu sehen, die leider nicht mehr leben.( Günther Ungeheuer, Horst Frank, die Brüder Horst Michael und Günther Neutze, Elisabeth Flickenschildt, usw. Natürlich erscheinen die Handlungen für heutige Verhältnisse etwas platt und langatmig, aber für mein Verständnis immer noch besser als viele neuere Krimi-Produktionen, die nur noch durch überzogenes Styling und technischen Effekten glänzen können.

    Auch noch zu erwähnen Dem Täter auf der Spur, Die Gentlemen bitten zur Kasse

    8

    Montag, 11. März 2019, 19:24

    RE: Durbridge-'Straßenfeger'

    Hi Simpl,
    das darf man halt nicht mit heutigen Produktionen vergleichen. Was mir damals an den 50er und 60er Jahre Filmen & TV Produktionen halt viel besser als heute gefaellt, waren die laengeren Einstellungen.

    Heute ist alles immer ruckzuck und in wenigen Sekunden vorbei. Man hat wie schon gesagt Angst, die eine wichtige Sekunde zu versaeumen, in der man einen clue haette wahrnehmen koennen, der einem spaeter bei der Aufloesung geholfen haette. Fernsehen ist nicht mehr entspannend, sondern eher stressig geworden.

    Die "Kommissar" Gesamt Box leistete ich mir 2018, und habe sie mir letzten Sommer Folge fuer Folge reingezogen - ganz toll.
    Sehr empfehlen kann ich auch die Autobiographie von Erik Ode, "Der Kommissar und ich". Wer noch mehr ueber Ode's Zeit nach dem zweiten Weltkrieg in Berlin herausfinden moechte, dem kann ich Christina Heimlich's Autobiographie "Heimlich im Kalten Krieg" sehr ans Herz legen:
    https://www.amazon.de/Heimlich-Kalten-Kr…im+Kalten+Krieg
    Das ist die mit Abstand schoenste Autobiographie unter Hunderten, die ich je las, und die ich nur durch Zufall im Winter 2000 in einer Hamburger Buchhandlung entdeckte, und ein ausgesprochener Leckerbissen fuer jeden, der sich fuer die Nachkriegszeit, Berlin und Berliner Kultur interessiert.
    Die einzige Rezension in amazon.de stammt uebrigens von mir. Weiss nicht, wie oft ich das Buch wiederlas, aber 7 oder 8 Mal werden es schon gewesen sein.

    Gruss,
    Chrissie
    Kürzlich lief an einem Abend das komplette 'Halstuch'. Da das seinerzeit sozusagen das Großereignis für die gesamte Fernsehnation war, war ich recht gespannt das noch einmal zu sehen. Und war einigermaßen enttäuscht. Nunja, nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes ... Recht hölzern ... Da kann doch jede 'Kommissar'-Folge (die Serie mit Erik Ode) mithalten, oder ?