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    Sonntag, 12. Juni 2011, 17:56

    Autos der 60er

    Als ich 1978 meinen Führerschein bekam, kaufte mein Vater mir einen gebrauchten, grünen Audi 60 L. Das Blech an dem Wagen war so dick, dass man heute damit jeden "Neu"wagen bei einem Zusammenstoß demolieren würde. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube der Wagen war damals Baujahr 1969 oder so. Kann auch jünger gewesen sein. Es gibt nur noch Fotos von meinem "Laubfrosch", keine Unterlagen mehr, wo ich nachgucken könnte.....
    index.php?page=Attachment&attachmentID=14

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    Sonntag, 12. Juni 2011, 19:21

    Mein erstes Auto (1975) war ein Ford Escort, Bj. 71. Noch die Bauform aus den 60ern mit dem charakteristischen Kühlergrill (auch „Hundeknochen“ genannt). 1,1l, hatte noch PS (44) und keine KW, keine Kopfstützen, Sicherheitsgurte, Airbags, keine Klimaanlage, kein ABS, ESP. Gefahren ist er trotzdem und Spass hats auch gemacht. Und der Sprit war auch noch billig.
    »Franko« hat folgendes Bild angehängt:
    • Escort3.jpg

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    Montag, 13. Juni 2011, 16:31

    Ich kann mich erinnern, dass ich mal zu dieser Zeit (1975/76) mit einem damaligen Freund seinen VW-Käfer zerlegt habe.... Würde heute auch nicht mehr funktionieren :-)
    Ach ja, Spritpreise, das waren noch Zeiten, der Liter Benzin für ne Mark....

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    Dienstag, 14. Juni 2011, 07:45

    Ich habe nie den Führerschein gemacht und hatte daher auch nie ein Auto, aber an das erste Auto meines Vaters kann ich mich noch gut erinnern. Das war ein Goggo. In Rot. Klein, aber gut genug, um damit auch zu verreisen. Zu viert, wenn meine Oma mitfuhr, das kam einige Male vor.

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    Donnerstag, 16. Juni 2011, 09:57

    Mein erstes Auto (1979) war ein Renault 4 (Bj. 1970). Die Schaltung war im Armaturenbrett und der Innenraum war primitiv aber trotzdem komfortabel. Außerdem war das Auto
    für seine Größe sehr geräumig. Leider konnte man zusehen wie der alte Franzose vom Rost zerfressen wurde.
    Ich weiß noch welch ein Aufschrei durchs Land ging, als der Benzinpreis erstmals über 1.-- DM stieg. Heute würde man einen
    Preis von -.50 Cent als superbillig empfinden.

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    Mittwoch, 17. August 2011, 20:45

    Mein erstes Auto war ein Simca 1301. Geräumig und flott, aber auch laut und durstig.

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    Donnerstag, 18. August 2011, 18:39

    Früher konnte man die Autos noch am Motoren- und Auspuffgeräusch unterscheiden. Ein Ford klang anders als ein Opel und ein Opel Rekord anders als ein Opel Kadett.
    Die letzten Autos, die ich heraushören konnte, waren die frühen VW Passat/Audi 80 mit ihrem jaulenden Klang.

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    Donnerstag, 17. November 2011, 09:44

    Mein erstes Auto (1979) war ein Renault 4 (Bj. 1970). Die Schaltung war im Armaturenbrett und der Innenraum war primitiv aber trotzdem komfortabel. Außerdem war das Auto
    für seine Größe sehr geräumig. Leider konnte man zusehen wie der alte Franzose vom Rost zerfressen wurde.
    Ich weiß noch welch ein Aufschrei durchs Land ging, als der Benzinpreis erstmals über 1.-- DM stieg. Heute würde man einen
    Preis von -.50 Cent als superbillig empfinden.
    Mein erstes Auto war ein Fiat 850 Spezial. Damit fuhr ich gleich in den Ferien mit meiner Freundin nach Holland.
    Auf dem Hinweg fiel als erstes die Tankanzeige aus, so das wir ohne Benzin liegenblieben. Kurz vor der Grenze platzte der Schlauch des Heiz/Wassersystems und ich nur mit Badelatschen bekleidet verbrühte mir die Füße.

    In Holland angekommen, verschlechterte sich das Wetter nach 2 Tagen sehr.





    Es regnete fast die ganzen 2 Wochen. Durch die Satzluft und den Regen konnte man zusehen wie der Fiat von Tag zu Tag mehr durchrostete. Das Wasser kam sogar an den Dichtungen der Windschutzscheibe rein. Wieder zu Hause angekommen, wurde der Fiat als Ersatzteilspender verkauft und ich kaufte mir einen Ford 12 M.
    Der hatte im Fond eine durchgehende Sitzbank, die leider nicht mehr richtig in der Verankerung hielt. Das Problem löste ich, in dem ein Fussschemel zwischen Vorder- und Rückbank gekeilt wurde. So unterwegs zu sein heute undenkbar.
    Um in dem Wagen mal übernachten zu können, haben wir mal einen Teil der Verstrebungen der Rückbanklehne mitten in der Nacht auf einem Parkplatz rausgesägt um die Füße in den Kofferraum ausstrecken zu können. Der Wagen war bemalt und mit Blumen beklebt. Der Autohimmel im Inneren des Wagens mit Samt bezogen.

    Dieses Kunstwerk veranlasste unsere Gesetzeshüter des öfteren mal, uns anzuhalten und nach dem Rechten zu sehen. (Das mit dem Fussschehmel hat sie nie gestört)

    Zu dieser Zeit waren Razzias, wegen der Fahndung nach der Baader Meinhof Gruppe an der Tagesordnung. Wir mussten öfters aussteigen, die Hände aufs Autodach legen und ein junger sehr nervös wirkender Polizist mit einer Maschinenpistole hielt uns in Schach, während man unsere Gitarrenkoffer und Verstärker nach Waffen und Sprengstoff durchsuchte.Manchmal hatte ich richtig Angst, das der Polizist mal ausversehen abdrückt. Nur weil wir lange Haare hatten und so in ihr Fahndung Schema passten.


    Dann kamen noch,in dieser Reihenfolge jene Automarken:

    Nie mehr Fiat !!!

    Citroen 2 CV

    Renault R 4


    VW Käfer (der hatte Luftkühlung und ist mal nach einer längeren Fahrt abgebrannt)

    Opel Rekord-Kombi


    Simca


    Citroen DS 21 ( ein ganz tolles Auto)


    Audi 100

    Das waren immer sehr günstige Autos, die deshalb auch nie sehr lange mehr TÜV hatten und eine größere Reparatur hätte sich nicht gelohnt.

    Alle angeführten Automodelle hatten ich von 1973 bis 1981.

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    Mittwoch, 23. November 2011, 18:28

    BMWs waren in den 60ern nicht immer Nobelkarossen, auch BMW fing nach dem Krieg erst mal wieder klein an. Auf den Straßen noch öfters anzutreffen war die BMW Isetta, ein Rollermobil wie damals das Goggomobil oder der Messerschmitt Kabinenroller. Als Zweisitzer mit Fronttür wurde die Isetta von 1955 bis 1962 gebaut, sie kostete Anfang der 60er ca. 3000 DM. Auch wenn es sich billig anhört, dafür musste damals ein Durchschnittsverdiener etwa ein halbes Jahr arbeiten (und durfte von seinem Verdienst sonst nichts ausgeben). Sie hatte anfangs etwa 12 PS. Bei einem Verbrauch von ca. 3,3l/100 km kam man mit einer Tankfüllung (13 Liter) ca. 400 km weit. Es gab auch eine viersitzige Version, die zusätzlich zur Fronttür eine Seitentür rechts und eine Rücksitzbank hatte und ab 1957 als BMW 600 zu haben war. Die Motoren waren umkonstruierte Motorradmotoren. Die ursprüngliche Version war ein Lizenzbau des italienischen Motorradherstellers Iso Rivolta.

    Zwei Bilder aus dem Verkehrsmuseum in Sinsheim.
    »Franko« hat folgende Bilder angehängt:
    • IMG_4233x.jpg
    • IMG_4425x.jpg

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    Samstag, 3. Dezember 2011, 11:14

    Die Isetta hatte den Spitznamen "Knutschkugel", da die zweisitzige Version recht beliebt bei Pärchen war. Diese kleinen Wagen hatten die Firma BMW vor dem Bankrott gerettet, denn ursprünglich hatten sie nur diese Nobelwagen, die wegen ihrer geschwungenen Formen auch "Barockengel" genannt wurden. Mit diesen Nobelautos hatte sich BMW mächtig verkalkuliert, die konnte sich damals kaum jemand leisten.

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    Montag, 6. Juli 2015, 15:55

    Jungs und Autos

    Mein Großvater fuhr Ende der 50er Lloyd, erst einen 400er, später einen 600er.
    Mein Vater in den frühen Sechzigern auch, dann 2 Käfer, einen VW1500 Variant und Anfang der 70er einen VW 411.
    Mein erstes Auto war 1974 ein 66er B-Kadett in rot - naja viele verschiedene Rot-Töne ...

    Dazu passte das Lied Anlaßjodler von Fredl Fesl ---- "Opel, Opel, Karajan, jeder mag en Opel ham, und legt er denn im Graben, da will ihn keiner haben"
    8) The Smoker You Drink, The Player You Get 8)

    12

    Samstag, 18. Juli 2015, 09:14

    So unterwegs zu sein heute undenkbar.
    dazu fällt mir der Umzug meiner Eltern 1961 von Oberhessen wieder zurück ans Randgebiet von Frankfurt ein.

    Mein Vater hatte sich einen Opel Blitz von seinem Chef geliehen - eine Pritsche! http://www.fahrzeugbilder.de/1024/opel-b…-t-am-44682.jpg Dort wurde alles draufgeladen und zum Schluß ganz hinten rechts und links ein Stuhl hingestellt. Auf dem einen saß meine Mutter, auf dem anderen mein Onkel Rolf. Mutter hatte noch einen Korb dabei, mit ein paar Stullen, einige Flaschen Limo und Bier. Naja, sie konnten sich ja mit je einer Hand an der Stange des Verdecks festhalten. Immerhin ging die Fahrt ca. 60 km über die Autobahn A5 von Alsfeld bis Bad Homburg.

    Der Opel Blitz startete vor uns, und ich sehe heute noch meine Mutter und Onkel Rolf winken, als wir sie auf Höhe Bad Nauheim eingeholt und überholt haben.
    8) The Smoker You Drink, The Player You Get 8)

    Lupo911

    unregistriert

    13

    Montag, 7. September 2015, 12:00

    Erinnert sich noch jemand an irgendein Chrom-Pflegemittel für Autos :?: Es wurde hauptsächlich auf Stoßstangen aufgetragen, sollte den Chrom schützen. Das gab es wohl in verschiedenen Farben. Nach einiger Zeit blätterte das Zeug aber ab. Ich erinnere mich an die Farben gelb, rot, grün.

    Alles weiß Google auch nicht ?(

    Mein erstes Auto war 1978 ein Käfer. Noch mit 6 Volt Anlage und kleiner Heckscheibe (oval, nicht geteilt). Das war nicht so einfach ein Autoradio zu integrieren. Es musste ein Wandler (glaube ich) zwischengeschaltet werden, damit ein 12 Volt Radio funktionierte. Musik gab es AFN auf Mittelwelle und BFBS schon auf UKW. War echt ein Knaller! Danach folgte mein Traum der damaligen Zeit. Ein Käfer 1302 LS, 50 PS, CABRIO !!! Wer einmal offen gefahren ist möchte es nie mehr missen. Im Vergleich zu anderen Cabrios, wie z. B. Mercedes, hatte der Käfer im Stoff-Faltdach eine Glasscheibe mit Heckscheibenheizung! Die Mercedes mit Faltdach hatten eine Plastikscheibe, die nach einiger Zeit nicht mehr schön aussah und meist auch stark verkratzt war. Da hatte VW den Benz-Leuten was voraus.

    14

    Montag, 11. Juni 2018, 16:08

    So unterwegs zu sein heute undenkbar.

    Der Opel Blitz startete vor uns, und ich sehe heute noch meine Mutter und Onkel Rolf winken, als wir sie auf Höhe Bad Nauheim eingeholt und überholt haben.


    Damals bestand die A5 sicher noch aus Betonplatten. Die gefahrenen Geschwindigkeiten waren meist nicht viel höher als 100 km/h, die LKWs eher um 70 bis 80.

    Mein erster war ein Käfer mit 32 oder 34 PS. Gelb mit 3 roten und einem metalic grünen Kotflügel. Gekostet hat der 320 DM, mit 3 roten und einem kaputten Kotflügel. Der Schrottplatz hat das grüne Ersatzteil geliefert, der Einbau kostete 3 Flaschen Licher Bier. Er blieb mir bis zum Ende der Bundeswehrzeit erhalten, dank eines Kupplungsschadens wurde er durch einen B-Kadett ersetzt.

    An die alten Kfz kann ich mich noch gut erinnern, an der Tankstelle stand immer ein "Leukoplastbomber" . In meiner Kindheit kamen mir diese Karossen recht groß vor. Wenn ich gelegentlich eine Oldtimerausstellung besuche, wundert es mich immer wieder, wie klein diese Autos doch waren, selbst die noblen Karossen von Daimler Benz.