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    Mittwoch, 8. November 2017, 19:19

    Karin Dor

    verstarb am 06. Nov. 2017 im Alter von 79 Jahren. In den 60ern spielte sie in verschiedenen Kinoserien, unter anderem in Karl-May- und Edgar-Wallace-, Dr. Mabuse- und Fu-Manchu-Verfilmungen mit. International bekannt wurde sie als Bond-Girl in James Bond 007 – Man lebt nur zweimal (1967) und als als Kubanerin Juanita in Topas von Alfred Hitchcock (1969). In den Nibelungen-Verfilmungen der Jahre 1966 und 1967 spielte sie die Brunhild. Damit zählte sie in den 60er Jahren zu den populärsten Darstellerinnen des deutschen Unterhaltungskinos

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    Donnerstag, 18. Januar 2018, 11:13

    France Gall gestorben

    Bereits am 7. Januar diesen Jahres ist die 1947 geborene, bekannte französische Interpretin nach einem langwierigen Krebsleiden in der Nähe von Paris von uns gegangen.
    1965 gewann die junge Französin mit ihrem Lied "Poupeé de cire, poupeé de son" den Grand Prix Eurovision de la Chanson für Luxemburg:
    www.youtube.com/watch?v=7cv9NIzGmSI
    Nur vordergründig handelte der Titel von einer Spielzeugpuppe. Ihr Mentor und Komponist Serge Gainsbourg gab später recht freimütig zu, daß in dem Chanson eigentlich das Thema Selbstbefriedigung besungen wurde. Tatsächlich schien die damals noch reichlich naive Siebzehnjährige nicht zu verstehen, welche Worte ihr der Schlawiner Gainsbourg damit in den Mund legte. So sang sie völlig unbeschwert über Oralverkehr und Drogen ("Les sucettes"), als gebe es nichts Trivialeres. Dennoch bleibt ihrem Mentor der Verdienst, mit der "Yéyé- Bewegung" die bis dahin eher bürgerlich geprägte französische Chanson- Kultur verändert, deutlich aufgemischt und nachhaltig verjüngt zu haben.
    France Gall hat sich in späteren Jahren von ihrem ESC- Gewinnertitel, der international zu einem großen kommerziellen Erfolg wurde, deutlich distanziert und ihn nie wieder gesungen.
    Ein Jahr nach ihrem Sieg verlegte France Gall ihre Karriere für einige Jahre nach Deutschland. Sie nahm an deutschen Schlagerfestspielen teil und hatte eine Reihe von Hits ("Der Computer Nr. 3", "Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte" und vor allem "Zwei Apfelsinen im Haar"). Die junge Sängerin präsentierte dem deutschen Publikum in diesen Jahren den Typus der neckischen, sexy daherkommenden Französin und bediente damit natürlich auch verschiedene Klischees.
    in den 80er Jahren hatte sie mit "Ella, elle l`a" nochmals einen großen Hit, mit dem sie gleichzeitig ihre Wertschätzung für die amerikanische Jazzsängerin Ella Fitzgerald ausdrückte. In Deutschland stand sie damit 1988 respektable zwanzig Wochen in den Charts, vier davon auf Platz eins.
    Möge die unvergessene France Gall in Frieden ruhen.

    103

    Donnerstag, 18. Januar 2018, 13:00

    RE: Der Rock-Heaven füllt sich


    Chris Squire*, Bassist von Yes

    http://www.chrissquire.com/

    * der einzige, der die Band nie verließ, bei all den Hitzköpfen Anderson, Wakeman. etc. Er war immer der ruhende Pol. Ich selbst konnte ihn 2 mal live erleben: 1974 in der Festhalle Frankfurt, und 2001 in der Stadthalle Offenbach.

    RIP



    Wer weiß, vielleicht haben wir 1974 nebeneinander gestanden? Ich hatte blonde lange Haare, ein Sakko aus Jeans-Flicken, jede Menge Peace-Zeichen um den Hals :D (kleiner Scherz)

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    Montag, 7. Mai 2018, 20:31

    Wolfgang Völz

    vor ein paar Tagen am 2. Mai verstarb der Schauspieler Wolfgang Völz. In besonderer Erinnerung ist er mir durch seine Rolle als Leutnant Mario de Monti in der Raumpatrouille geblieben, aber auch als Diener Johann in der Fernsehserie "Graf Yoster gibt sich die Ehre". Daneben spielte er in etlichen Filmen aus der Edgar Wallace Reihe oder einigen Kommissar Folgen. Auch in anderen Kriminalserien wie Das Kriminalmuseum, Stahlnetz, Hafenpolizei oder Kommissar Freytag hatte er Gastauftritte. Wolfgang Völz wurde 1930 in Danzig geboren, angeblich im gleichen Haus wie der Schauspieler Eddie Arent, mit dem er auch öfter gemeinsam in Film und Fernsehen auftrat. Ein Schauspieler, den ich eigentlich immer sehr gerne gesehen habe.

    105

    Dienstag, 29. Mai 2018, 16:06

    Jürgen Marcus verstorben

    Bereits Mitte Mai ist der bekannte Schlagersänger und spätere Chansonnier an den Folgen einer langwierigen Lungenerkrankung gestorben.
    Seine Gesangskarriere wurde dem 1948 in der Ruhrgebietsstadt Herne geborenen Jürgen Beumer nicht in die Wiege gelegt. Wie viele seiner Generation, absolvierte er nach seiner Schulzeit zunächst eine berufliche Ausbildung als Betriebsschlosser. Nach ersten musikalischen Gehversuchen erhielt er 1969 die Hauptrolle in der deutschen Version des Musicals "Hair" und wurde dadurch schlagartig einem größeren Publikum bekannt.
    Ab 1970 nahm ihn Produzent Jack White unter seine Fittiche und führte ihn u.a. mit "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" (1972) oder mit "Ein Festival der Liebe" (1973) zu großen Erfolgen.
    Seit den 80er Jahren wurde es parallel mit dem Niedergang des deutschen Schlagers deutlich ruhiger um den Sänger, der sich 1991 als erster bekannter deutscher Schlagerstar überhaupt zu seiner Homosexualität bekannte.
    Bedingt durch seine fortschreitende Lungenerkrankung, zog er sich seit 2012 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er wurde 69 Jahre alt.
    Möge Jürgen Marcus in Frieden ruhen.

    106

    Donnerstag, 7. Juni 2018, 17:05

    Egon Hoegen und "Der 7. Sinn"

    Egon Hoegen, die markante Sprecherstimme aus der Verkehrssendung "Der 7. Sinn", ist bereits am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren von uns gegangen.
    Viele äußerst bekannte Formate des WDR wie Werner Höfers "Internationaler Frühschoppen" waren über lange Jahre mit seiner Stimme verbunden.
    Der gebürtige Düsseldorfer war von Gustaf Gründgens zum Bühnenschauspieler ausgebildet worden und arbeitete seit 1956 als Nachrichtensprecher.
    "Der 7. Sinn" lief von 1966 bis 2005 im Programm der ARD und gilt als das "Urgestein" aller Informationssendungen zur Verkehrssicherheit. Das Format wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht erstellt, um die in den 60er Jahren sehr hohe Unfallquote auf deutschen Straßen zu reduzieren.
    Hoegen, der während seiner aktiven Zeit eher selten als Schauspieler in Erscheinung trat, wurde wegen seiner dreißigjährigen Arbeit an "Der 7. Sinn" auch als "Der Mann, der sich nie verspricht" bezeichnet. Seine ruhige, bedachte Sprachmelodie, die Seriosität ausstrahlte, kam auch über lange Jahre bei der Anmoderation des "Internationalen Frühschoppen" mit Werner Höfer zum Tragen. Er sprach sie jede Woche neu live ein.
    Möge Egon Hoegen in Frieden ruhen.