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    Mittwoch, 28. März 2012, 12:35

    Comics Ende der 60er Jahre und der 70er Jahre

    Fix und Fox, Micky Maus, Bessy usw. entwachsen, begann 1969 ein neues Comix Zeitalter mit den aus Amerika stammenden U-Comix ( Underground-Comix).

    Über den Raymond Martin Volksverlag kamen die Comix jetzt auch nach Deutschland.

    Gilbert Sheltons Geschichten vom "Wunderwarzenschwein" oder die Abenteuer der "Freakbrothers" (The Fabulous Furry Freak Brothers )waren nun unsere Lektüre.

    Teil 1 http://youtu.be/uY0l9bOr4N8 Teil 2 http://youtu.be/P13EGhYnC2g
    Teil 3 http://youtu.be/q0jE9etmqB8


    Zitat:

    The Fabulous Furry Freak Brothers sind die Helden einer gleichnamigen Comicserie des Zeichners Gilbert Shelton. Die Geschichten beleuchten den Alltag von drei Aussteigern (bzw. Hippies oder Freaks) und die alternative Szene im San Francisco der späten 1960er Jahre auf humorvolle und satirische Weise.

    Mit Robert Crumbs " Fritz the Cat" wurden in den U-Comix Sammelbänden, durch wechseln der Autoren, das ganze Spektrum des amerikanischen Comix vorgestellt.

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    Mittwoch, 28. März 2012, 18:30

    Ende der 60er war auch für mich die Zeit von Sigurd, Falk, Tibor & Co vorbei. Vereinzelt las ich noch Hefte von Bessy, Superman oder der Spinne. Regelmäßig las ich noch die Asterix-Bände oder hin und wieder ein Lustiges Taschenbuch von Walt Disney mit Donald Duck und Onkel Dagobert. Und weil ich ja langsam erwachsen wurde, nichts geringeres als das vernünftigste Magazin der Welt - das deutsche MAD.

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    Mittwoch, 28. März 2012, 19:37

    MAD und Alfred E. Neumann

    MAD fiel mir auch gerade wieder ein, davon werde ich mir Anfang der 70er das eine oder andere Exemplar gegönnt haben. Generell kann ich mich nicht daran erinnern, daß wir Oberstufenschüler in der ersten Hälfte der 70er noch Comics konsumiert hätten, mit der Ausnahme von Asterix. Auch die späteren Erwachsenencomics haben mich nicht mehr tangiert. Völlig vorbeigegangen ist an mir der Boom für antiquarische Comics in den 80ern und frühen 90ern. In dieser Zeit sind ja für klassische Ausgaben der 50er und 60er teils extrem hohe Preise erzielt worden. Heute werden in vielen Fällen nur noch für Toperhaltungen alter Hefte sehr gute Preise bezahlt, was für weitgehend gesättigte Märkte spricht. Der Norbert Hethke Verlag hat den Nostalgie- und Sammelboom dieser Jahre geschäftstüchtig ausgenutzt und zahlreiche Reprintwerke auf den Markt gebracht. Mein Sammeln in dieser Richtung begann erst wieder vor ca. 4 Jahren.

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    Mittwoch, 28. März 2012, 20:20

    Selbst die Hethke-Nachdrucke in den 80ern waren recht teuer. Die Nachdrucke der einstigen Groschenhefte kosteten 12,80 DM, 14,80 DM (Nick) oder soger 16,80 DM (Illustrierte Klassiker). Für ein einzelnes Comic, noch nicht einmal das Original, doch recht happig. Fünf solcher Nachdrucke wurden dann in einem Buch zusammengefasst, dass immerhin 29,80 DM kostete. Kann mich nicht so genau erinnern, glaube aber, dass dies eher die untere Preisgrenze war. Ich habe vor etwa 6-8 Jahren damit angefangen, mir einige meiner alten Schätze bei eBay zu ersteigern, vor allem Bessy-Hefte. Dann auch einige Sigurd-, Falk- und Tibor-Bücher für jeweils ein paar Euro. Das die Preise wieder runtergehen, könnte auch damit zusammenhängen, dass die Zahl der Comicsammler auch langsam zurückgeht.

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    Mittwoch, 28. März 2012, 21:19

    Hethke und der Sammlermarkt

    Nach dem frühen Tod von Norbert Hethke ist sehr viel Material aus seiner Verlagsproduktion auf den Markt gekommen. Mit wenigen Ausnahmen kann man heute viele dieser Reprints für kleines Geld bei ebay ersteigern. Mich haben diese Nachdrucke nie sonderlich interessiert, ganz im Gegensatz zu Sekundärliteratur. Für Einsteiger empfiehlt sich folgende Literatur:

    - Allgemeiner Deutscher Comic - Preiskatalog (es muß nicht die neueste Aufl. sein, meiner ist von 2007),

    - Krägermann´s Comic - Katalog 97/98 (war als Konkurrenz zu obigem Werk gedacht, mit vielen interessanten Artikeln und Hintergrundinfos),

    - Das große Hansrudi Wäscher Buch (erschienen 1987, mit u.a. zwei großen Interviews mit HRW, dem Zeichner von Sigurd, Falk, Tibor, Nick usw.),

    - Illustrierte deutsche Comicgeschichte (seit 1986, gegliedert nach Verlagen, begonnen wurde mit dem Walter Lehning Verlag, gute Farbabbildungen aller Hefte, jedoch tw. etwas dürftige Hintergrundinfos, z.B. was Ausgabezeiträume einzelner Hefte angeht),

    - Die Sprechblase (Comicmagazin mit teilweise sehr guten Fachartikeln, die man in der sonstigen Sekundärliteratur vergeblich sucht).

    Zur Situation auf dem Sammlermarkt: Kenner der Materie haben mir versichert, daß die Sammelei von deutschen Comics der 50er und 60er Jahre ein Zweigenerationenhobby sei. O- Ton: " Wenn diese beiden Generationen mal "durch" sind, interessiert sich kein S... mehr für diese Hefte !" Ungemein belebt wurde der Markt noch einmal in den letzten 10 Jahren durch das Internet. Durch die damit verbundene "Demokratisierung des Handels" haben allerdings auch viele alteingesessene Händler und Börsen nicht mehr mithalten können. Für Neueinsteiger wie mich war positiv, daß dadurch die Preise für Standardmaterial in Z 2 und schlechter deutlich zurückgegangen sind. Aus o.a. Gründen sehe ich den Kauf dieser Hefte auch nicht als Kapitalanlage. In den USA steht dagegen der Markt auf einem solideren Fundament bis hin zu eingeschweißten, attestierten Stücken.

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    Freitag, 30. März 2012, 22:51

    RE: Hethke und der Sammlermarkt

    Kenner der Materie haben mir versichert, daß die Sammelei von deutschen Comics der 50er und 60er Jahre ein Zweigenerationenhobby sei. O- Ton: " Wenn diese beiden Generationen mal "durch" sind, interessiert sich kein S... mehr für diese Hefte !"


    So was ähnliches habe ich vor ca. 40 Jahren auch schon gedacht. Allerdings war es dann die gleiche Generation, die sich nach 20-30 Jahren dann doch noch einmal dafür interessiert hat. Die nachfolgenden Generationen haben zu Comics eigentlich keine Beziehung mehr, generell ist das Sammeln, seien es Briefmarken, Modelleisenbahnen, Schallplatten oder eben auch Comics nicht mehr so verbreitet. Insofern stimme ich dieser Aussage durchaus zu.

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    Sonntag, 22. April 2012, 19:36

    Hobbies von gestern

    Für eine Modelleisenbahn, die im Kreis fährt, interessiert sich heute kein Kind mehr. Der Markt hierfür lebt im wesentlichen von der Generation der "Golden Oldies", die sich heute Stücke zulegen, für deren Anschaffung früher kein Geld da war.

    Comics werden von den einzelnen Generationen in erster Linie aus nostalgischen Gründen, daneben in Spitzenerhaltungen auch als Kapitalanlage nachgefragt. Die Nachfrage nach Heften der "Generation Lehning" in Erhaltung 2 oder schlechter hat in den letzten Jahren bereits deutlich nachgelassen. An bedeutenden Börsen gibt es heute nur noch Köln, alle weiteren Veranstaltungen kann man als fortgeschrittener Sammler getrost vernachlässigen. Meine Lütten ( 9 und 13) interessieren sich nur für spezielle Mangas und Animes im Internet. Die Große möchte derartiges auch selbst gerne entwickeln und arbeitet daran.

    Bei Briefmarken ist selbst Mittelware kaum noch zu vernünftigen Preisen absetzbar. Die große Ausnahme ist z.Zt. China, hier werden aber nur gute Sorten zu Anlagezwecken und als Inflationsschutz gesucht. Die Youngsters in Ost oder West schreiben heute keine Briefe mehr.

    Münzen laufen noch besser, das hat aber in erster Linie mit den gestiegenen Edelmetallpreisen zu tun. Wer sich eine nette Sammlung von Silber- oder Goldmünzen zu Preisen um Metallkurs zulegt, macht m.E. am wenigsten falsch. Die gängigen Unzen eignen sich recht gut als Kapitalanlage.

    8

    Mittwoch, 2. Mai 2012, 17:35

    Schon faszinierend was so alles gesammelt wird. Von Bierdeckeln, Streichholzschachteln, teuren Whiskys bis hin zu den Klassikern wie Münzen und Briefmarken. Telefonkarten waren vor nicht allzu langer Zeit auch mal Sammelobjekte. Reich machte diese Leidenschaft die wenigsten Sammler (eher das Gegenteil).

    Das Sammeln liegt wohl in unseren Genen. Tausende Generationen Menschen streiften als Jäger und Sammler über die Erde. Gesammelt wurde vor allem Essbares und eine große Sammlung dieser Nahrungsmittel (oder Tauschwaren) diente dem Überleben. Heute gibt es die Nahrungsmittel im Supermarkt, der Sammeltrieb ist aber noch nicht verloren. Möglicherweise wird er sich aber nach einigen weiteren "Just In Time"-Generationen merklich abschwächen.

    9

    Mittwoch, 2. Mai 2012, 18:50

    Telefonkarten und der "demografische Wandel"

    Telefonkarten hat meine Frau teils als Kapitalanlage, teils aus Leidenschaft in der ersten Hälfte der 90er gesammelt. In dieser Zeit gab es sogar 3 bis 4 Fachzeitschriften, allen voran das TKJ. Der "Crash" kam, nachdem die Dt. Telekom die Gültigkeitsdauer der Chips limitiert hatte. Mir schien der Markt von Anfang an ungesund, da auf Tauschbörsen fast nur verkauft wurde und an Ankäufen kaum Interesse bestand. Ich konnte meine Frau 1995 dann noch rechtzeitig davon überzeugen, ihre gesamten Bestände zu veräußern. Heute sind Telefonkarten als kurzlebiges Sammelgebiet kaum noch gefragt.

    Oft übersehen wird in Deutschland der sich immer stärker abzeichnende "demografische Wandel". Neben nachlassendem Interesse für einzelne Sammelgebiete, z.B. Briefmarken, fehlt in vielen Fällen schon ganz einfach der biologische Nachwuchs. Ein Trend, der sich seit der Jahrtausendwende immer mehr verstärkt. Ca. 80 % der Besucher der gestrigen Münzbörse in Hannover (der größten in Norddeutschland) gehörten nach meinem Eindruck zur Generation "60 plus".

    10

    Dienstag, 18. Juni 2013, 18:09

    ich glaub, die Telefonkarten sind nie wertvoll geworden, oder?

    11

    Dienstag, 18. Juni 2013, 20:10

    ich glaub, die Telefonkarten sind nie wertvoll geworden, oder?


    Doch, es gab da einen kurzen Boom in den frühen 90ern. Da wurden auch Schwarzgeldbestände in nicht unerheblichem Umfang "investiert", z.B. in 20er Päckchen von 50,- DM- Karten, natürlich ungebraucht. Man fing an, spezialisiert nach Chip- und Nummernvarianten zu sammeln, es gab einige Fachzeitschriften usw.
    Der "Crash" kam m.E. Mitte der 90er, nachdem die Post sich entschloß, die Gültigkeitsdauer der Chips zu begrenzen. Das hätte auf lange Sicht zu einer Entwertung der ungebrauchten Karten auf Null geführt. Das Thema wurde einige Zeit noch schöngeredet, aber der Boom war vorbei.
    Gleichzeitig kam der Aufstieg der Handys und damit auch das langsame Aus der TK´s. Heute sieht man noch gelegentliche Angebote auf Flohmärkten, aber die Zahl der heutigen Sammler scheint mir verschwindend gering zu sein.

    12

    Donnerstag, 20. Juni 2013, 17:15

    Komisch, dabei ist das Design interessant und nicht, ob noch Telefonierbonus drauf ist! Zumal sie wertlos ist, wenn man 1 Sekunde drauf telefoniert hat. habe ich damals schon nicht verstanden!

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    Donnerstag, 20. Juni 2013, 18:51

    TK´s in den frühen 90ern

    Na ja, auch bei den TK´s gab´s wie bei Briefmarken "ernsthafte" Sammler, Spekulanten, Schwarzgeldumrubler und Motivsammler, die einfach Spaß an gebrauchten Karten hatten, die interessant aussahen. Damals kamen auch viele japanische TK´s zu uns, die sehr günstig waren und oft viel ansprechender gestaltet waren als unsere deutschen Karten.
    Die deutschen P- und S- Karten fand ich damals auch ganz interessant, diese ganzen Privatausgaben mit Kleinauflagen und oft sehr hohen Preisen konnten mich dagegen nicht ansprechen. 1995 haben wir dann unseren kpl. Bestand verkauft (meist zum Nennwert), und hängen geblieben ist bei uns außer den Erinnerungen nichts mehr, nicht einmal mehr Sekundärliteratur.

    Lupo911

    unregistriert

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    Freitag, 4. September 2015, 13:09

    Um bei den Comics zu bleiben, habe ich noch nichts über "Das Phantom" gefunden.

    Es gab in den 60ern auch gute (subjektiv) Jugendzeitschriften. Nein...nicht die Bravo mit Dr. Sommer. Ich meine das Magazin "Twen" oder das Satire Heft "Pardon".

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    Samstag, 5. September 2015, 20:16

    Phantom

    Die Comicreihe "Phantom" war ähnlich wie "Superman" ein Import aus den USA, wo sie 1936 entstand.
    Die erste Transkription in´s Deutsche erfolgte zwischen April 1952 und April 1955 im Aller Verlag.
    Später erschienen 26 Hefte zwischen Oktober 1966 und Mai 1969 bei Semic. Die weiteste Verbreitung fand "Phantom" dann über den Bastei Verlag. Dort erschienen zwischen Juli 1974 und August 1983 insgesamt 238 Großbände sowie 40 Taschenbücher in zwei Serien.
    Mir persönlich war die Reihe zwar in den 60ern vom Namen her bekannt, ich besaß jedoch kein einziges Heft.