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    Montag, 29. April 2013, 19:42

    "Auf den Kanzler kommt es an"

    In den 60ern wurde vor politischen Wahlen eine umfangreiche Werbung für Parteien und deren Kandidaten betrieben. Es fuhren z.B. Lautsprecherwagen durch unsere Straßen und verteilten "Schätze" an uns Kinder, z.B. Kugelschreiber und Luftballons. Desweiteren hingen unsere Straßen voll mit Wahlplakaten.
    Zu den Fragen: im besagten Zeitraum kandidierte ein Spitzenpolitiker auf Plakaten mit seinem Konterfei und o.a. Werbespruch. Um welche Wahl handelte es sich, in welchem Jahr fand diese statt und wie ist der Name des Politikers ?

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    Dienstag, 30. April 2013, 18:29

    Auf den Kanzler kommt es an - das war der CDU Wahlkampfslogan zur Bundestagswahl 1969. Kurt Georg Kiesinger sollte mit diesem Slogan Kanzler werden. Dies wurde jedoch Willy Brandt der mit einer knappen Mehrheit von SPD und FDP zum Bundeskanzler gewählt wurde. Willy Brandt war damit der erste sozialdemokratische Kanzler der Bundesrepublik.

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    Dienstag, 30. April 2013, 18:48

    Absolut korrekt. Ich erinnere mich noch an dunkle Herbsttage in diesem Jahr, in dem unsere Wohnstraße voll mit diesen Plakaten hing. Damals war ich 12.

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    Montag, 27. Mai 2013, 16:10

    Das Langzeitgedächtnis meldet, daß mein Bruder in der Oldenburger Weser-Ems-Halle auf einer Wahlkampfveranstaltung Kiesingers war und erzählte, Kiesinger habe dort platte Wahlkampfslogans der SPD bemängelt, daraufhin habe es ironische Sprechchöre "Auf den Kanzler kommt es an" aus dem Publikum gegeben ...

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    Montag, 27. Mai 2013, 17:38

    Das Langzeitgedächtnis meldet, daß mein Bruder in der Oldenburger Weser-Ems-Halle auf einer Wahlkampfveranstaltung Kiesingers war und erzählte, Kiesinger habe dort platte Wahlkampfslogans der SPD bemängelt, daraufhin habe es ironische Sprechchöre "Auf den Kanzler kommt es an" aus dem Publikum gegeben ...


    Kurt- Georg Kiesinger besaß nicht umsonst den Spitznamen "Häuptling Silberzunge". Seine Referenten und Redenschreiber hatten es oft nicht leicht mit ihm, da er großen Wert auf geschliffene, "schöne" Formulierungen legte. Na ja, wenn man die alltägliche Verhunzung der deutschen Sprache in heutigen Tagen betrachtet, hatte der Mann gar nicht mal so unrecht.